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USA wollen eigene Milchwirtschaft unterstützen - mit «Swiss Cheese»

Das US-Landwirtschaftsministerium will amerikanischen Käse im Wert von 10 Millionen US-Dollar kaufen und an Bedürftige verteilen. Dabei handelt es sich um «Swiss Cheese», generischen Käse mit Löchern.

Die US-Regierung nutzt die Einnahmen aus ihren Zöllen, um die heimische Landwirtschaft zu stützen. US-Agrarministerin Brooke Rollins kündigte im Februar an, das Landwirtschaftsministerium (USDA) werde Milchprodukte und andere Agrarprodukte im Wert von bis zu 263 Millionen US-Dollar von amerikanischen Produzenten aufkaufen. Die Waren sollen an Lebensmittelbanken und Schulen weitergegeben werden – der eigentliche Zweck ist jedoch die Stabilisierung der heimischen Agrareinkommen, wie die die Agentur Swissinfo schreibt.
Auf der Einkaufsliste steht auch «Swiss Cheese» im Wert von 10 Millionen US-Dollar, allerdings ausschliesslich aus amerikanischer Produktion. In den USA darf jeder Käse, der die entsprechenden USDA-Standards erfüllt, als Schweizer Käse bezeichnet werden: Er muss Löcher aufweisen, einen Feuchtigkeitsgehalt von höchstens 41% und einen Milchfettanteil von mindestens 43% haben sowie mindestens 60 Tage gereift sein.
Hauptproduzent ist Ohio mit rund 66 Millionen Kilogramm jährlich – dem Fünffachen der Schweizer Emmentaler-Produktion. Die 10 Millionen US-Dollar entsprechen rund 11 Prozent des gesamten Exportwerts von echtem Schweizer Käse in die USA.
Rechtliche Grundlage ist Abschnitt 32 des Agriculture Adjustment Act von 1935, der vorschreibt, 30% der Zolleinnahmen zur Förderung des inländischen Konsums von Agrarprodukten einzusetzen. Der Hintergrund ist ernst: 2025 stiegen die Insolvenzen landwirtschaftlicher Betriebe in den USA um 46% gegenüber dem Vorjahr – mitverursacht durch gestiegene Düngemittelpreise infolge der Zölle.

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