Mit dem Aktionsplan will der Kanton Freiburg die Zukunft der Freiburger Milchwirtschaft sichern.
Quelle: Symbolbild Daniel Alexandre Pascoa/Unsplash
Die Milchwirtschaft spielt im Kanton Freiburg eine zentrale Rolle. Fehlende Nachfolge für den Hof und zunehmende Bürokratie setzen aber die Branche unter Druck. Mit dem gestern vorgestellten «Aktionsplan Milch» will der Kanton Freiburg Gegensteuer geben. Der Aktionsplan soll die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Milchproduktion im Kanton Freiburg verbessern und dabei den strukturellen, ökologischen und sozioökonomischen Herausforderungen Rechnung tragen, wie es in einer Mitteilung des Kantons heisst.
Der Aktionsplan setzt zum einen auf die Hebel, über die der Kanton bereits verfügt. Dazu gehören etwa die finanzielle Unterstützung von Investitionen oder kantonale Beratungsangebote, diese sollen ausgebaut werden. Zudem entwickelt Grangeneuve, das landwirtschaftliche Kompetenzzentrum des Kantons, neue Massnahmen in sechs Themenbereichen.
So untersucht ein Pilotprojekt die wirtschaftliche Optimierung der Fütterung von Milchkühen. Zudem ist eine App geplant, die Landwirte bei der gezielten Behandlung von Euterentzündungen und dem Trockenstellen von Milchkühen unterstützt. Mit Beratungsangeboten will Grangeneuve die Milchproduzentinnen und -produzenten unterstützen, etwa bei Hofübernahmen oder der Optimierung der Arbeitsabläufe im Betrieb. Zudem will Grangeneuve mit einer verbesserten Website Landwirten helfen, auch komplexe Bauvorhaben zu meistern. Auch den Nachwuchs nimmt Grangeneuve in den Blick: Mit verschiedenen Aktionen sollen junge Menschen für Milchberufe begeistert werden. Gleichzeitig soll auch das Image des Berufs des Milchproduzenten verbessert werden.
Alle Akteure involviert
Der Aktionsplan beruht auf einer Umfrage bei den Freiburger Milchproduzenten, die Grangeneuve und die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) 2023 gemeinsam durchführten. Zudem wurden die Branchenverbände Gruyère AOP und Vacherin Fribourgeois AOP, die wichtigsten Milchabnehmer (Cremo, Milco, Elsa und Nestlé) sowie der Freiburger Milchverband (FMV) und Agri Fribourg konsultiert.
Sie finden den Aktionsplan hier.