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Folien aus Insektenpanzern und Pilzabfällen

Krebsschalen, Insektenpanzer und Abfälle aus der Pilzzucht enthalten Chitin. Forschende des Fraunhofer-Instituts haben eine Methode entwickelt, um daraus ein Biopolymer zu gewinnen, das etwa als Einwegverpackungen für Lebensmittel dienen könnte.

Chitosan-Folien eignen sich aufgrund ihrer ausgewogenen Elastizität und Transparenz gut für Verpackungsanwendungen.

Quelle: Fraunhofer IGB

Bei der Herstellung von Insektenprotein, der Pilzzucht oder der Verarbeitung von Krustentieren fallen grosse Mengen chitinhaltiger Reststoffe an. Das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB hat eine Prozesskette etabliert, mit der sich dieses Chitin extrahieren und zu hochreinem Chitosan verarbeiten lässt. Bislang war das nur mit Krabbenschalen möglich, wie das IGB mitteilt.
Das Biopolymer Chitosan ist wasserlöslich, biologisch abbaubar und verfügt über antibakterielle sowie filmbildende Eigenschaften. Es könnte von Beschichtungen über Textilien bis hin zu Verpackungen eingesetzt werden. Insbesondere transparente Chitosan-Folien zeigen laut IGB Potenzial als Alternative zu erdölbasierten Einwegverpackungen in der Lebensmittelindustrie. Mit der industriellen Nutzung lokal verfügbarer Ressourcen könnten fossile Rohstoffe ersetzt und Abhängigkeiten von internationalen Lieferketten reduziert werden, schreibt das Institut weiter.
Die Aufbereitung erfordert je nach Ausgangsmaterial angepasste Verfahren: Während bei Krustentier- und Insektenchitin Kalk und Proteine entfernt werden müssen, liegt Chitin im Pilzmyzel gebunden an Glukane vor. Entsprechend wurden Extraktions- und Analyseverfahren spezifisch entwickelt und optimiert. Ziel ist eine schonende Abtrennung, um die Materialeigenschaften zu erhalten – bevorzugt mittels wässriger Prozesse und Enzymeinsatz.
Weitere Infos finden Sie hier.

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