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Lidl baut eigenes Pub in Nordirland

Weil Lidl für einen Supermarkt in Nordirland keine Alkoholverkaufslizenz bekam, baut der Discounter nun gleich neben dem Supermarkt ein Pub. Dort kann Lidl auch Alkohol zum Mitnehmen verkaufen.

Bauunternehmer Martin McGrogan (l.) und Gordon Cruikshanks, Geschäftsführer von Lidl Nordirland, auf dem Bauplatz neben der Lidl-Filiale.

Quelle: Lidl

Der Discounter Lidl wagt in Nordirland ein ungewöhnliches Projekt: In Dundonald bei Belfast entsteht erstmals ein eigener Pub direkt neben einer bestehenden Filiale, wie die BBC berichtet. Das Lokal soll Platz für bis zu 60 Gäste bieten und im Sommer eröffnen. Geplant ist ein Angebot aus Bier, Wein und Spirituosen. Die Umsetzung wurde über sechs Jahre vorbereitet.
Auslöser für das Projekt sind die strengen nordirischen Vorschriften für den Alkoholverkauf im Einzelhandel. Supermärkte benötigen dafür eine Lizenz, die von einem anderen Betrieb übertragen werden muss. Zudem muss ein Antragsteller nachweisen, dass es in dem Gebiet nicht genügend lizenzierte Betriebe gibt, um den Bedarf zu decken. Letzteres konnte Lidl für eine klassische Verkaufslizenz nicht belegen – wohl aber für eine Gaststätte, da zwei nahegelegene Bars geschlossen hatten. Mit der Einstufung als Pub ist auch eine Off-Sales-Zone erlaubt, Lidl darf also Alkohol zum Mitnehmen verkaufen.
Mitwettbewerber versuchten, das Vorhaben gerichtlich zu stoppen, scheiterte jedoch vor dem High Court. Das Gericht wies die Klage im Januar 2025 ab und bestätigte, dass innovative Ansätze durch das Gesetz nicht ausgeschlossen seien.
50 neue Filialen in einem Jahr
Weitere Lidl-Pubs gelten dennoch als unwahrscheinlich, da die Konstellation als Ausnahmefall gilt. Allerdings hat Lidl jüngst angekündigt, in Grossbritannien weiter zu expandieren. In den nächsten zwölf Monaten will Lidl mehr als 50 neue Filialen eröffnen und investiert dazu über 600 Millionen Pfund.

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