5

Um ohne Wartezeit zum Artikel zu gelangen, benötigen Sie ein Abonnement.

Bereits registriert oder Abonnent:in?

Login

Jetzt Abo abschliessen

Probe Abo

Kostenlos

Geniessen Sie für einen Monat kostenlos alle Vorzüge eines Premiumabos.

Premium

ab CHF 98.–/Jahr

Online

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Online-Beiträgen.

mit Papierrechnung ab 123.–

Premium Plus

ab CHF 170.–/Jahr

Online

Print

Uneingeschränkter Onlinezugang

Plus monatlich das gedruckte Magazin im Briefkasten.

mit Papierrechnung ab 195.–

Endress+Hauser überschreitet die Vier-Milliarden-Euro-Marke

Der Schweizer Mess- und Automatisierungsspezialist Endress+Hauser hat 2025 erstmals mehr als vier Milliarden Euro Umsatz erzielt. Treiber war die Übernahme der Gasmesstechnik von Sick.

Endress+Hauser hat im Geschäftsjahr 2025 erstmals einen Umsatz von über vier Milliarden Euro erzielt. Der Nettoumsatz stieg um 7,2 Prozent auf 4,01 Milliarden Euro und markiert damit einen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte, wie das Unternehmen an der Bilanzkonferenz vom 14. April in Basel mitteilte. Massgeblich zum Wachstum beigetragen hat die Übernahme der Gasanalyse- und Gasmesstechnik des deutschen Sensorherstellers Sick, die Anfang 2025 wirksam wurde. Seither verantwortet Endress+Hauser Vertrieb und Service in 46 Ländern, während ein Joint Venture die Produktion und Weiterentwicklung der Geräte übernimmt.
Das organische Wachstum lag bei 2,6 Prozent, wurde jedoch durch negative Wechselkurseffekte deutlich gebremst. Diese kosteten das Unternehmen rund 3,3 Prozentpunkte Umsatzwachstum. Zusätzlich machte sich die Investitionszurückhaltung der chemischen Industrie bemerkbar. Wachstum kam dagegen aus dem Bereich Künstliche Intelligenz: Der Ausbau von Rechenzentren erhöht den Bedarf an Messtechnik für Kühlung und Energieversorgung. «Wir sind hinter unseren Zielen geblieben, haben aber unter den gegebenen Umständen das Beste für Endress+Hauser erreicht.», sagte CEO Peter Selders.
Regional entwickelte sich das Geschäft unterschiedlich. In Amerika legte der Umsatz um 10,1 Prozent zu, in Europa um 11,6 Prozent. Rückgänge verzeichnete Endress+Hauser hingegen in Deutschland und der Schweiz. Auch in der Region Asien/Pazifik blieb die Entwicklung mit minus 1,4 Prozent rückläufig, insbesondere aufgrund der schwächeren Nachfrage in China.
Parallel zum Wachstum baute das Unternehmen seine Belegschaft aus. Ende 2025 beschäftigte die Gruppe weltweit 18'306 Mitarbeitende, ein Plus von 7,4 Prozent. Mehr als 800 Beschäftigte wechselten im Zuge der SICK-Partnerschaft zu Endress+Hauser. Zudem wurde das Ausbildungsangebot erweitert, mit 676 Personen in Ausbildung oder studienbegleitenden Programmen.
Trotz belastender Währungseffekte und Kosten aus der Übernahme hielt Endress+Hauser den Gewinn stabil. Das Ergebnis nach Steuern lag bei 321,3 Millionen Euro, entsprechend einer Umsatzrendite von 10,7 Prozent. Gleichzeitig investierte das Unternehmen mit 370,8 Millionen Euro so viel wie nie zuvor in Gebäude, Anlagen sowie IT und Software. Neue Standorte entstanden unter anderem in Waldheim und Nesselwang.
Auch in Innovation investierte die Gruppe weiter: 41 neue Produkte wurden 2025 eingeführt, begleitet von 294 Patentanmeldungen. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen auf 281,4 Millionen Euro, was 7,0 Prozent des Umsatzes entspricht.
Im Executive Board von Endress+Hauser kommt es zu Veränderungen. Mit Erreichen der Altersgrenze werden Chief Operating Officer Dr.?Andreas Mayr, Chief Information Officer Pieter de Koning und Chief Financial Officer Luc Schultheiss in den nächsten Monaten ihre Rollen abgeben; Chief Human Resources Officer Jörg Stegert hat Endress+Hauser verlassen. Bereits seit Juli 2025 ist Dr.?Mirko Lehmann Chief Technology Officer. In dieser Funktion wird er künftig auch IT und Digitalisierung verantworten. Ebenfalls ihre Positionen angetreten haben inzwischen Chief Operating Officer Prof.?Dr.?Katja Windt und Chief Human Resources Officer Helena Svensson. Der künftige Chief Financial Officer Christian Mäder wird im Juli zu Endress+Hauser stossen.
Für das laufende Jahr erwartet Endress+Hauser ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und plant 250 neue Stellen.

Kärcher 2026 - 05 Mai Kärcher 2026 - 05 Mai

Wichtige Nachricht verpasst?

Nicht wenn Du den kostenlosen Newsletter abonniert hast.

Datenschutz