5

Um ohne Wartezeit zum Artikel zu gelangen, benötigen Sie ein Abonnement.

Bereits registriert oder Abonnent:in?

Login

Jetzt Abo abschliessen

Probe Abo

Kostenlos

Geniessen Sie für einen Monat kostenlos alle Vorzüge eines Premiumabos.

Premium

ab CHF 98.–/Jahr

Online

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Online-Beiträgen.

mit Papierrechnung ab 123.–

Premium Plus

ab CHF 170.–/Jahr

Online

Print

Uneingeschränkter Onlinezugang

Plus monatlich das gedruckte Magazin im Briefkasten.

mit Papierrechnung ab 195.–

Barry Callebaut kämpft mit schwacher Nachfrage

Barry Callebaut hat im ersten Semester seines Geschäftsjahres weniger Schokolade verkauft. Der Hersteller litt unter einer weltweit gedämpften Lust auf Schoggi angesichts hoher Preise. Hinzu kam eine Werkpanne in Kanada. Die Prognosen werden aktualisiert.

Barry Callebaut verkaufte weniger Schokolade.

Quelle: zVg bc

Das Verkaufsvolumen ging in der Periode von September 2025 bis Februar 2026 um 6,9 Prozent zurück, wie der weltgrösste Schokoladenhersteller am Donnerstag mitteilte. Die Tendenz zeigt aber nach oben: Im ersten Quartal hatte der Rückgang noch 9,9 Prozent betragen, im zweiten Quartal waren es noch minus 3,6 Prozent.
Die zuletzt wieder leicht rückläufigen Kakaopreise schmälerten den Umsatz noch etwas stärker. Er sank um 7,3 Prozent auf 6,75 Milliarden Franken. Barry Callebaut reicht allerdings den Kakaopreis weitgehend an die Kunden weiter. Seine Marge verdient das Unternehmen auf der Verarbeitung, Logistik und dem Know-how – nicht auf dem Rohstoff selbst. In absoluten Zahlen betrug die verkaufte Menge an Schokolade 1,010 Millionen Tonnen. Pro Tonne blieben Barry Callebaut 307,7 Franken als Betriebsgewinn – 1,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
Der sogenannte wiederkehrende Betriebsgewinn (EBIT) sank im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 Prozent auf 310,9 Millionen Franken. Dort rechnet das Unternehmen Effekte wie etwa die Kosten für Sparprogramme heraus. Für das Minus seien neben den tieferen Mengen Lieferengpässe und Überkapazitäten im Markt verantwortlich. Der ausgewiesene Reingewinn stieg derweil deutlich auf 89,1 Millionen Franken, nach 30,5 Millionen im Vorjahr. Seinerzeit hatten unter anderem deutlich gestiegene Finanzierungskosten für teure Kakaobohnen die Rechnung belastet.
Mit den gezeigten Zahlen hat Barry Callebaut den AWP-Konsens, der für die wichtige Volumenzahl bei -7,8 Prozent lag, übertroffen. Beim weniger wichtigen Umsatz lag der Konzern deutlich darunter. Mit Blick nach vorne rechnet der Konzern neu mit einem Rückgang der Verkaufsmenge um 1 bis 3 Prozent im laufenden Jahr. Dabei werde in der zweiten Jahreshälfte wieder ein positives Wachstum erwartet.
Deutlich nach unten geht es mit der Prognose für den wiederkehrenden EBIT in Lokalwährungen: Dieser werde im mittleren zweistelligen Prozentbereich sinken. Bis anhin war von einem Wachstum die Rede. Doch die Mehrheit des absoluten Rückgangs werde auf Stufe Gewinn vor Steuern wiederkehrend aufgeholt.

Eigenwerbung Inserate Eigenwerbung Inserate

Wichtige Nachricht verpasst?

Nicht wenn Du den kostenlosen Newsletter abonniert hast.

Datenschutz