Thomas Jordan und Fama Francisco neu im Nestlé-Verwaltungsrat
An der 159. Generalversammlung von Nestlé wurden zwei neue Verwaltungsratsmitglieder gewählt und eine erneut gestiegene Dividende von CHF 3.10 je Aktie genehmigt.
An der Nestlé-Generalversammlung vom Donnerstag, 16. April in Lausanne wurden Fama Francisco, CEO des Global Baby, Feminine and Family Care Geschäfts von Procter & Gamble, und Thomas Jordan, ehemaliger Präsident der Schweizerischen Nationalbank neu in den Verwaltungsrat gewählt. Sämtliche bisherigen Mitglieder wurden für eine weitere Amtszeit bestätigt. Dick Boer bleibt Lead Independent Director und Vizepräsident, ebenso Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch als Vizepräsidentin.
Die Anträge des Verwaltungsrats wurden alle durch die Aktionäre bestätigt: der Jahresbericht, die Finanzrechnung und eine Dividende von 3.10 Franken pro Aktie wurden gutgeheissen. Die Dividende wurde damit zum 30. Mal in Folge erhöht. Auch die nichtfinanzielle Berichterstattung 2025 sowie der Vergütungsbericht und die Vergütungsbudgets wurden angenommen.
Insgesamt nahmen 1’150 Aktionäre oder ihre Vertreter teil, die 54,6 Prozent des Kapitals sowie 74,6 Prozent der stimmberechtigten Aktien repräsentierten. Der unabhängige Stimmrechtsvertreter vertrat 98,6 Prozent der Stimmen.
Nestlé fokussiere sich auf die stärksten Geschäftsbereiche, Marken, Innovationen und Wachstumssäulen, sagte Nestlé-Verwaltungsratspräsident Pablo Isla. Man beschleunige die Transformation zu einer einfacheren, effizienteren Organisation, die konsequent auf Wachstum setze. «Wir fördern auch eine Leistungskultur in der unsere Mitarbeitenden klare Verantwortlichkeiten habenund befähigt sind, zu handeln.»
Im vergangenen Jahr habe Nestlé ein solides organisches Wachstum mit einem positiven internen Realwachstum erzielt, sagte CEO-Philipp Navratil. Im zweiten Halbjahr habe die Dynamik zugenommen, weil Nestlé in wichtige Wachstumsbereiche investiert und entschlossene Massnahmen ergriffen haben, um Geschäftsbereiche mit unzureichender Leistung wieder auf Kurs zu bringen. «Infolgedessen verbessern sich unsere Marktanteile. Das zeigt, dass unser Plan funktioniert.» Die zugrunde liegende operative Ergebnismarge entspreche den Erwartungen, der freie Cash Flow liege über den Erwartungen.
Von den Aktionären gab es dennoch Kritik an der Nestlé-Führung: Wegen der Turbulenzen um den letzten CEO Laurent Freixe, wegen den Rückrufen von verunreinigter Babynahrung, aber auch wegen einer zu wenig klaren Klimasrategie.