Vion verkauft zwei deutsche Standorte
Der niederländische Fleischkonzern Vion hat den Verkauf zweier süddeutscher Standorte vereinbart.
Der Fleischkonzern richtet sich neu aus.
Quelle: zVg vion
«Im Zuge der strategischen Neuausrichtung hat die Vion Food Group den Verkauf von zwei Standorten in Süddeutschland auf den Weg gebracht», wie der Fleischkonzern in einer Mitteilung schreibt. Der Schlachthof in Crailsheim soll an Boeser Frischfleisch gehen, der Rinderschlachtbetrieb in Waldkraiburg an OSI Europe Foodworks. Der Abschluss stehe laut lz-net.de unter Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung. Boeser plant mit der Übernahme den Wiedereinstieg in die Schlachtung und will die Integration entlang der Wertschöpfungskette stärken. OSI baut mit dem Zukauf seine Aktivitäten in der Fleischverarbeitung weiter aus. Beide Unternehmen verfügen über etablierte Absatzkanäle in Handel und Gastronomie.
In Crailsheim werden jährlich rund 1 Million Schweine und 95’000 Rinder geschlachtet, am Standort arbeiten knapp 600 Mitarbeitende. Waldkraiburg verarbeitet etwa 163 000 Rinder pro Jahr und beschäftigt rund 338 Personen. Vion sieht in den Käufern Partner mit Investitionsbereitschaft und Marktzugang.
Vion führt Gespräche über zusätzliche Standorte und Geschäftsbereiche. Für den Betrieb in Buchloe besteht Interesse mehrerer Parteien, während für weitere Einheiten alternative Lösungen geprüft werden. Ziel ist eine nachhaltige Perspektive für die verbleibenden Aktivitäten in Deutschland.