Carrefour verabschiedet sich aus der Türkei
Der französische Handelskonzern Carrefour verkauft sein Türkeigeschäft. Der Verkauf ist Teil von Carrefours Strategie, sich auf die Kernmärkte zu konzentrieren.
Carrefour betreibt in der Türkei über 1200 Supermärkte.
Quelle: zVg
Carrefour zieht sich aus der Türkei zurück. Die Franzosen verkaufen ihre Beteiligung von 32 Prozent an der türkischen Carrefour SA an die türkische Detailhändlerin Aydin, der die Handelskette A101 gehört. Auch der türkische Mehrheitseigner Sabancini verkauft seinen Anteil (57 Prozent) an Aydin, wie Carrefour mitteilt.
Mit über 1200 Filialen hat die türkische Carrefour SA letztes Jahr einen Umsatz von umgerechnet 1,48 Mrd. Franken gemacht, das sind weniger als zwei Prozent des Gesamtumsatzes der Carrefour-Gruppe. Der Verkauf werde keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen für Carrefour haben, teilt die Gruppe mit. Der Deal sieht vor, dass die Marke Carrefour SA mindestens zwei Jahre lang weitergeführt wird. Die Wettbewerbsbehörden müssen dem Deal noch grünes Licht geben.
Der Verkauf ist Teil der von Carrefour 2025 eingeleiteten strategischen Überprüfung. Künftig will sich die Gruppe auf die Kernmärkte Frankreich, Spanien und Brasilien konzentrieren. Aus Italien hat sich Carrefour bereits Ende letzten Jahres zurückgezogen. Auch die Supermärkte in Rumänien stehen zum Verkauf.