Ansprechende Präsentation in einer Tegut-Filiale.
Mit dem sogenannten Phase-2-Verfahren hat die Behörde nun bis zu vier zusätzliche Monate Zeit, um die Auswirkungen auf den Wettbewerb im Lebensmittelhandel zu untersuchen. Die Frist läuft aktuell bis zum 23. August, kann mit Zustimmung der Beteiligten jedoch verlängert werden. Im Zentrum steht laut lz-net.de die Frage, wie sich die Übernahme auf Marktstrukturen und Wettbewerbsdynamik auswirkt. Wettbewerber und Lieferanten können sich im Rahmen des Verfahrens einbringen und gegebenenfalls Rechtsmittel gegen die Entscheidung einlegen. Edeka hatte am 23. März die Übernahme von 202 Tegut-Standorten, 41 Teo-Smart-Stores, der Zentrale in Fulda, eines Logistikzentrums sowie der Bäckerei Herzberger angemeldet.
Erst im November 2025 kam die Kommission in einem Gutachten zum Schluss, dass
die Konzentration in der deutschen Einzelhandelslandschaft stark zugenommen hatte und die vier grossen Player Edeka, Rewe, Aldi und Schwarz mit Lidl und Kaufland rund 85 Prozent des Marktes kontrollieren. Die Entscheidung des Kartellamts gilt als richtungsweisend für die Struktur im deutschen Lebensmittelhandel und könnte Auswirkungen auf Wettbewerb und Lieferketten haben.
Eine erste Befragung von Wettbewerbern wurde bereits Mitte April abgeschlossen. Eine Einbindung der Industrie steht üblicherweise ebenfalls an, ist bislang jedoch noch nicht erfolgt.