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Die Futtermittelbranche wird europäischer

Im Jahr 2025 stammten fast 98 Prozent der in die Schweiz importierten Futtersoja aus europäischem Anbau. Damit ist laut dem Verein Soja-Netzwerk Schweiz die Unabhängigkeit von Übersee-Lieferketten nahezu vollständig erreicht.

Letztes Jahr importierte die Schweiz erstmals keine Sojabohnen aus Brasilien.

Quelle: Symbolbild Daniela Paola Alchapar/Unsplash

Die Strategie des Soja-Netzwerks, die Beschaffung auf kurze, europäische Wege zu konzentrieren, hat im Jahr 2025 laut eigenen Angaben einen Höchststand erreicht. Von den insgesamt 266'557 Tonnen importierter Futtersoja stammten 97,8 % (260'722 Tonnen) aus Europa. Mit 152'489 Tonnen (57,2 %) bleibt Italien das bedeutendste Anbauland. Die Ukraine lieferte trotz der schwierigen Rahmenbedingungen 52'777 Tonnen (19,8 %). Erstmals importierte die Schweiz keine Sojabohnen aus Brasilien. Insgesamt waren 96 Prozent der Soja-Importe nachweisbar nach anerkannten Nachhaltigkeitsstandards zertifiziert, wie das Soja-Netzwerk mitteilt.
Erstmals gelang es im Berichtsjahr, Maiskleber (41'863 Tonnen) ausschliesslich aus europäischen Quellen wie Frankreich, Österreich, Bulgarien und Spanien zu beziehen. Vor vier Jahren wurde Maiskleber noch zu 90 Prozent aus China importiert. Beim Bruchreis (53'253 Tonnen) aus Brasilien, Myanmar und Italien wurden 96 % nachhaltig beschafft, wie es in der Mitteilung weiter heisst.
Umgang mit neuer Gentechnik
An der Mitgliederversammlung des Soja-Netzwerkes am 24. April in Sursee waren die neuen genomischen Techniken (NGT) wie CRISPR/Cas ein Thema. Der Verein betont, dass eine Orientierung an der EU-Gesetzgebung unerlässlich sei, um Handelshemmnisse zu vermeiden und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz zu sichern. «Zentral ist, dass NGT-Anwendungen in der Lieferkette klar geregelt sind, um Transparenz und Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten», wird Fortunat Schmid, Präsident des Soja Netzwerk Schweiz, in der Mitteilung zitier.

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