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Appenzeller 2025: Stabilisierung trotz Druck

Die Sortenorganisation Appenzeller Käse GmbH behauptete sich 2025 in einem schwierigen Umfeld. Der Gesamtabsatz blieb mit 8353 Tonnen nahezu stabil.

Die Appenzeller-Sennen haben gut lachen.

Quelle: zVg appenzeller

Nach starken Schwankungen in den Vorjahren stand das Geschäftsjahr 2025 im Zeichen der Konsolidierung. Im Inland stieg der Absatz um 1 % auf 4226 Tonnen. Das Fonduegeschäft hingegen entwickelte sich laut einer Meldung der Sortenorganisation Appenzeller Käse GmbH negativ. In der Schweiz seien 10,9 % weniger Fondue verkauft worden als im Vorjahr.
Der Export von Appenzeller Käse sank um 1,1 % auf 4127 Tonnen. Deutschland als wichtigster Markt habe jedoch mit +0,6 % leicht zugelegt, wie es in der Mitteilung heisst – ebenso einzelne Länder wie Kanada. Doch Rückgänge in Frankreich (–9,9 %) und den USA (–19,6 %) belasteten das Ergebnis. Die Gründe seien die wirtschaftliche Unsicherheit, die hohe Preissensibilität, der starke Franken sowie regulatorische Hürden. Positiv entwickelte sich im Export das Fonduegeschäft mit einem Plus von 1,8 %.
Die Produktlinie Appenzellerin gewinne an Bedeutung, heisst es weiter. Die mild-fruchtige Variante erreichte rund 440 Tonnen Absatz und sei zwei Jahre nach Lancierung die volumenstärkste Spezialität. Die Appenzellerin spreche neue, tendenziell jüngere Zielgruppen an. Ab 2026 ist die internationale Expansion geplant. Zudem plant die Sortenorganisation, im Laufe 2026 eine länger gereifte Appenzellerin-Varietät im Schweizer Markt zu lancieren.
Die Produktion sank um 6,3 % auf 8206 Tonnen, auch die Lagerbestände nahmen leicht ab (–1,2 %). Laut Mitteilung lag der Anteil der 1a-Laibe bei 98,58 %. Internationale Auszeichnungen würden das Niveau bestätigen, unter anderem ein dritter Platz bei den World Cheese Awards in Bern sowie ein Gesamtsieg an der Käsiade in Österreich.
Die Marketingaktivitäten sorgten laut Mitteilung für eine hohe Sichtbarkeit. Mit rund 100 Millionen Kontakten in der Schweiz, TV-Präsenz über 27 Wochen sowie digitalen und klassischen Kampagnen sei die Markenbindung weiter gestärkt worden.

Milchwirtschaftliches Museum

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