BEA 2026: Vom Roboterhund bis zur Milchkuh
An den ersten drei Tagen der 73. Ausgabe der Berner Ausstellung BEA besuchten rund 120 000 Personen das Messegelände. Das Programm ist vielfältig geprägt und reicht von der landwirtschaftlichen Urproduktion bis zur Robotertechnik.
Die BEA verzeichnete einen «starken Auftakt», wie die bernexpo in einer Mitteilung schreibt. Rund 120 000 Personen besuchten das Messegelände am ersten Wochenende der 73. Ausgabe. Seit einigen Jahren bleibt die Zahl mit 900 Ausstellern konstant. Gemessen an diesen bleibt die Ausstellung für Gewerbe, Landwirtschaft und Industrie, damit die grösste Publikumsmesse der Schweiz. An der ersten BEA vom September 1951, nahmen noch 160 Aussteller teil. Die damaligen Highlights waren ein «Hausfrauentag», eine grosse Herbst- und Wintermodeschau und ein sogenanntes BEA-Kabarett. Darüber hinaus gab es ein Gratis-Kino auf dem Messegelände und einen Ballonwettflug für die Jugend.
Die Themenschwerpunkte der BEA 2026 sind landwirtschaftlich geprägt. So die Sonderausstellung «Wir sind Schweizer Milch», organisiert von Swissmilk im Grünen Zentrum (Halle 3.0), wo Besucher Einblicke in die Milchproduktion, von der Fütterung bis zur Verarbeitung, erhalten. Thematisiert werden zum Beispiel Tierhaltung, Nachhaltigkeit sowie Programme wie RAUS und BTS. Interaktive Stationen vermitteln Wissen zu Ernährung und Produktionsprozessen, ergänzt durch Informationen zur Bedeutung von Milchprodukten im Alltag.
Die diesjährige BEA dient auch als Plattform zur Lancierung des Bernisch-Kantonalen Schwingfests, das am 5. Juli 2026 im Wankdorf Stadion stattfindet. Der Sieger-Muni «Friedrich Wilhelm» wurde offiziell getauft. In der Festhalle präsentieren Produzentinnen regionale Lebensmittel und geben Einblick in Herstellung und Handwerk. Zudem zeigt die Sonderschau «Roboterwelten» Anwendungen aus Robotik und Digitalisierung. So interagieren unter anderem humanoide Roboter und Roboterhunde mit dem Publikum. Zum Beispiel erhielt Bundesrat Guy Parmelin vom Roboterhund eine Käseschnitte.
Die BEA soll Informationen vermitteln. Mit der Branchenpräsenz und dem Publikumserlebnis soll die Sichtbarkeit von Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion gestärkt werden. Natürlich kann auch direkt an vielen Messeständen eingekauft werden. Erstmals wird dabei ein kostenloser Heimlieferservice für Messeeinkäufe angeboten.