SentiaNova hat am 23. April 2026 an der Foodtech-Konferenz Hack Summite in Lausanne eine patentierte Vorbehandlungstechnologie vorgestellt, die Fehlgeschmäcker aus pflanzlichen Proteinen entfernt. Erstes Produkt ist ein geschmacksneutrales Erbsenproteinkonzentrat, das bereits als Muster verfügbar ist; die kommerzielle Produktion soll im vierten Quartal 2026 starten.
Global gebe es eine Proteinlücke von mehr als drei Milliarden Kilogramm, schreibt SentiaNova in einer Medienmitteilung. Zwar bestünden Produktionskapazitäten für pflanzliche Proteine, doch bislang limitiere der Geschmack deren Einsatz. SentiaNova setzt hier an: Die Vorbehandlung entfernt unerwünschte Noten statt sie zu überdecken, ist farblich neutral und verbessert funktionale Eigenschaften wie Dispergierbarkeit und Emulgierung. «Die Bedingungen dafür, dass pflanzliche Proteine die Proteinlücke schliessen, sind endlich gegeben. Geschmack war die letzte Barriere», wird Daria Reisch, Co-Founderin und CEO von SentiaNova zitiert.
Eine unabhängige sensorische Analyse bestätigt die Wirkung gemäss SentiaNova. In einem Paneltest habe das Produkt besser abgeschnitten als marktübliche Referenzen, Fehlnoten wurden stark reduziert. In Anwendungen wie Vanillepudding liessen sich die Formulierungskosten um 15 Prozent senken, unter anderem durch den Wegfall von Maskierungsmitteln, schreibt SentiaNova.
SentiaNova setzt auf ein Produktionsmodell in Kooperation mit etablierten Herstellern. Das Clean-Label-Produkt benötigt keine regulatorischen Zulassungen in wichtigen Märkten, wodurch Lebensmittelhersteller kurzfristig Reformulierungen planen können.
SentiaNova ist das erste Projekt des Zürcher Start-Up-Entwicklers
Food Founders Studio.