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Start einer Testphase für Bewässerungstechniken in der Po-Ebene

Die italienische Po-Ebene entwickelt sich immer mehr zu einem Klima-Hotspot. Nun startet eine Testphase, was die Wechselwirkungen zwischen Bewässerungspraktiken, Oberflächengewässern und Grundwasser im Reisanbaugebiet verbessern soll.

Gezielte Bewässerung soll das Wassergleichgewicht herstellen.

Quelle: zVg temu

Darüber sei am Montag bei einem Treffen der Projektträger gesprochen worden, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Askanews. Zu den Projektträgern gehören die Bezirksbehörde des Flussgebietes des Po (ADBPO), die Regionen Lombardei und Piemont sowie die Bewässerungsverbände.
Die Po-Ebene entwickle sich zunehmend zu einem Klima-Hotspot, der den Auswirkungen des Klimawandels besonders stark ausgesetzt sei, hiess es weiter. Die zunehmende Variabilität der Niederschläge, steigende Temperaturen und die häufigere Auftretensrate extremer Ereignisse beeinflussten die Wasserverfügbarkeit erheblich und setzen eines der wichtigsten landwirtschaftlichen Systeme Europas unter Druck.
Im Reisanbaugebiet des östlichen Piemonts und der westlichen Lombardei konzentriert sich etwa ein Drittel der gesamten Bewässerungsentnahmen der Region. Dadurch ist das Ressourcenmanagement in diesen Gebieten entscheidend für das Gleichgewicht des Gesamtsystems.
Regulierung des Ticino immer wichtiger
Eine Schlüsselrolle spielt dabei der Fluss Ticino, der wichtigste Nebenfluss des Po und die zentrale Achse der Wasserversorgung der Bewässerungsgebiete im Tiefland. Seine Regulierung wird immer wichtiger, um die Wasserverfügbarkeit in kritischen Zeiten sicherzustellen.
Während des Treffens wurden die Aktivitäten vorgestellt, die ADBPO im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung mit der Universität Mailand starten wird. Die Studie soll die Entwicklung fortschrittlicher Analyse- und Modellierungsinstrumente ermöglichen, die wesentlich sind, um effektivere und nachhaltigere Managemententscheidungen zu unterstützen.
"Die Region des Flusses Po ist heute eines der europäischen Gebiete, das am stärksten den Auswirkungen des Klimawandels ausgesetzt ist, und Wasser ist die Schlüsselvariable für die Anpassungsfähigkeit des Systems", erklärte Alessandro Delpiano, Generalsekretär der Bezirksbehörde des Po-Flussgebietes.
"Das Reisanbaugebiet, das allein einen sehr grossen Anteil der Bewässerungsentnahmen ausmacht, stellt ein entscheidendes Testfeld dar: Eine Verbesserung des Ressourcenmanagements hier bedeutet, das Wassergleichgewicht des gesamten Distrikts zu stärken", sagte er.

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