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IGAS lehnt Nachhaltigkeitsinitiative ab

Die IG Agrarstandort Schweiz warnt vor der SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz»: Sie gefährde Handelsbeziehungen, Arbeitskräfteverfügbarkeit und damit die Versorgungssicherheit der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft.

Die IG Agrarstandort Schweiz (IGAS) positioniert sich deutlich gegen die SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz». Diese bedrohe zentrale Interessen der Land- und Ernährungswirtschaft, insbesondere internationale Handelsverbindungen und die Verfügbarkeit von Arbeitskräften, schreibt die IGAS in einer Stellungnahme. Laut IGAS verschärft die Vorlage bestehende Herausforderungen wie Ressourcenschutz, Klimawandel und Flächenkonkurrenz, statt dafür Lösungen zu bieten.
Kritisiert wird insbesondere der vorgesehene Deckel bei einer Bevölkerung von 10 Millionen. Starre Kontingente hätten sich in der Vergangenheit nicht bewährt und würden die Rekrutierung von Fachkräften aus dem Ausland massiv erschweren. Davon betroffen wären sowohl landwirtschaftliche Betriebe als auch die Verarbeitungsindustrie – von Milchverarbeitern bis zu Schlachthöfen –, denen Planungssicherheit für Investitionen verloren gehe.
Auch für die Ernährungssicherheit sieht die IGAS Risiken: Viele Betriebe seien auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen. Ein eingeschränkter Zugang zum europäischen Arbeitsmarkt könnte dazu führen, dass Teile der Lebensmittelverarbeitung ins Ausland verlagert werde.
Zudem warnt die IGAS vor gravierenden Folgen für das Verhältnis zur EU. Die Initiative sei nicht mit den bilateralen Abkommen vereinbar. Durch die Guillotine-Klausel drohe der Wegfall zentraler Abkommen, darunter auch das Agrarabkommen von 1999. In einer alternden Gesellschaft würde die Initiative zudem den Arbeitsmarkt schwächen und die Sozialwerke belasten.

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