Es gibt nach wie vor (zu) viel Milch in der Schweiz, die Produktion sinkt aber.
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Die Milchschwemme hat auch Anfang Jahr angehalten, hat sich aber etwas abgeschwächt. Das geht aus dem aktuellen Marktlagebericht der Schweizer Milchproduzenten hervor. Konkret wurden im Februar 277’094 Tonnen Verkehrsmilch produziert, das sind 5,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Zum Vergleich: Im Januar hatte die Milchproduktion noch 7,1 Prozent über Vorjahr gelegen, im Dezember sogar 8,9 Prozent.
Kumuliert wurden im Januar und Februar insgesamt 574’509 Tonnen Verkehrsmilch produziert, ein Plus von 6,5 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Die Biomilch-Produktion lag in den ersten zwei Monaten mit 49’845 Tonnen 9,6 Prozent über Vorjahr.
Mehr verkäst
Ein Teil der vielen Milch floss in die Käseproduktion: In den ersten zwei Monaten des Jahres wurden insgesamt 34'735 Tonnen produziert, knapp sechs Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Zulegen konnten vor allem Quark (+17,6 %), Industrieware (+31,8 %), «übrige» Frischkäse (+11,7 %) und Gruyère AOP (+6,5%). Den grössten Produktionsrückgang verzeichnen vorwiegend die Kategorien «Andere» Halbhart-und Hartkäse / mager, viertelfett (-21,2%), «Andere» Halbhart- und Hartkäse / überfett(-7,7 %) und Emmentaler AOP (-5 %).
Mehr verbuttert und verpulvert
Ein Teil des überschüssigen Milchfettes wurde verbuttert. Die Butterproduktion in den ersten zwei Monaten liegt mit 8738 Tonnen fast 25 Prozent über Vorjahr. Ende Februar 2026 lagerten 6860 Tonnen Butter in den Schweizer Tiefkühllager. Dies sind 2446 Tonnen oder 55.4 Prozent mehr als im Vorjahr.
Die kumulierte Magermilchpulverproduktion von Januar und Februar liegt mit 6273 Tonnen fast 36 Prozent über Vorjahr. Die Vollmilchpulverproduktion hat sich fast verdoppelt auf 2083 Tonnen, wie aus dem Marktlagebericht weiter hervorgeht.
Zurückgegangen ist die Zahl der Milchkühe. Im März 2026 betrug der Bestand 519’128 Tiere, das sind 6665 weniger als im Jahr zuvor.