5

Um ohne Wartezeit zum Artikel zu gelangen, benötigen Sie ein Abonnement.

Bereits registriert oder Abonnent:in?

Login

Jetzt Abo abschliessen

Probe Abo

Kostenlos

Geniessen Sie für einen Monat kostenlos alle Vorzüge eines Premiumabos.

Premium

ab CHF 98.–/Jahr

Online

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Online-Beiträgen.

mit Papierrechnung ab 123.–

Premium Plus

ab CHF 170.–/Jahr

Online

Print

Uneingeschränkter Onlinezugang

Plus monatlich das gedruckte Magazin im Briefkasten.

mit Papierrechnung ab 195.–

BO Milch: Suche nach Regeln für künftige Überschüsse

Die Branchenorganisation Milch habe ihre Möglichkeiten in der schwierigen Milchmarktsituation der letzten Monate ausgeschöpft, hiess es an der Delegiertenversammlung in Bern. Sie will aber für ähnliche Marktlagen künftig besser gewappnet sein. Migros-Industriechef Matthias Wunderlin wurde neu in den Vorstand gewählt.

v.l.n.r.: Stefan Kohler, Geschäftsführer BO Milch, Ernst Arn, Matthias Wunderlin, Micaël Müller, Alexander Fontannaz, Peter Strähl und Peter Hegglin.

Quelle: Jil Schuler

Im anspruchsvollen Umfeld mit hohen Milchübermengen in der Schweiz und auch international habe sich die Milchbranche insgesamt gut behauptet, sagte Peter Hegglin, Präsident der Branchenorganisation (BO) Milch an der Delegiertenversammlung vom 29. April in Bern. Die BO Milch habe sich frühzeitig mit den verschärften Marktbedingungen auseinandergesetzt, ab Herbst 2025 regelmässige Kapazitätsmeetings durchgeführt und Massnahmen zur Markstabilisierung beschlossen: Eine Senkung des A-Richtpreises zur Sicherung von Marktanteilen, eine Freigabe von C-Milch und eine Stützung von Milchfetteexporten, Empfehlungen zur Mengenreduktion und Empfehlungen an den Handel, Schweizer Milchprodukte bevorzugt zu vermarkten. Die Überproduktion gehe nun zurück, das Preissignal wirke.
Um ähnliche Situationen in Zukunft zu vermeiden, werde man die Wirksamkeit der Reglemente und Beschlüsse überprüfen, sagte Hegglin weiter. «Wir haben bereits eine Arbeitsgruppe eingesetzt.» Der Vorstand werde an einer Klausur im Herbst eine Analyse machen und allfällige Anpassungen erarbeiten. Entsprechende Beschlüsse sollen an einer ausserordentlichen Delegiiertenversammlung im Herbst gefällt werden.
«Staatliche Eingriffe wie Mengenregulierungen, Mindestpreise oder Importverbote erachte ich nicht als nachhaltige Lösungen», betonte Hegglin. Die Politik könne die Branche aber unterstützen mit einer Erhöhung der Verkäsungszulage oder mit Direktzahlungen, welche die Milchproduktion nachhaltiger machten.
Geschäftsführer Stefan Kohler erläuterte, die Milchfettbox im Fonds Regulierung sei 2025 zum ersten Mal aktiviert worden. Im Jahr 2025 gab die BO Milch gut 5 Millionen Franken aus für die Milchfettstützung, für das Jahr 2026 sind weitere Mengen mit geplanten Kosten von rund 23 Millionen Franken freigegeben. Dies wird teilweise aus dem Fonds Rohstoffverbilligung finanziert.
Der Klimarechner, der von der BO Milch erarbeitet wurde, ist ab Mitte Jahr einsatzbereit, wie Kohler erklärte. Die Frage der finanziellen Entschädigung für die Milchproduzenten sei aber ebenso ungeklärt wie das weitere Vorgehen in der Klimaallianz mit Detailhandel, Verarbeitern und NGO. Diese hat das Ziel, klimagerechte Produktion für den ganzen Lebensmittelsektor zu messen und zu entschädigen.
In der BO Milch wurden der Walliser Milchverband und die Migros als neue Mitglieder aufgenommen. Neu in den Vorstand gewählt wurden Ernst Arn, Supply Chain Manager bei Cremo, Micaël Müller, Co-Geschäftsführer SMP, Peter Strähl, Geschäftsführer Strähl Käse AG, Matthias Wunderlin, Leiter der Migros-Industrie, Alexander Fontannaz, Milchproduzent in Bettens (VD), und René Pernet, Käsermeister in Peney-le-Jorat (VD). Verabschiedet wurden Hanspeter Egli, Andreas Hinterberger, André Wegmüller und Marc Benoit.

Eigenwerbung Veranstaltungen Eigenwerbung Veranstaltungen

Wichtige Nachricht verpasst?

Nicht wenn Du den kostenlosen Newsletter abonniert hast.

Datenschutz