Lidl: Matthias Oppitz geht
Lidl ordnet seine internationale Führung neu. Vorstand Matthias Oppitz verlässt das Unternehmen mit sofortiger Wirkung.
Von einem «überraschenden Abgang», wird auf lz-net.de geschrieben. Matthias Oppitz gehörte dem Lidl-Vorstand seit 2014 an. Sein Ausscheiden kam intern unerwartet und sorgte für Unruhe. Er prägte zentrale Strukturen des Discounters, insbesondere den Aufbau der internationalen Logistik. Er leitete zuvor die deutsche Landesgesellschaft und war in der Schweiz für die positive wirtschaftliche Entwicklung verantwortlich. Oppitz war bis 2018 Lidl-Schweiz-Chef und trat danach als Deutschland-Chef des umsatzstärksten Lidl-Landes, Deutschland an, wo er zusätzlich das neu geschaffene Ressort Lidl Digital übernahm.
Mit Alessandro Wolf rückt nun ein bisheriger Bereichsvorstand in den Konzernvorstand auf. Der 40-Jährige verantwortete zuletzt mehrere Länder, darunter die Schweiz, Italien, Spanien, Portugal und Griechenland. Zusätzlich übernahm er interimistisch die Leitung in Italien nach dem Weggang des dortigen Landeschefs.
Wolf gelte als zentraler Vertreter der operativen Ausrichtung von Lidl. In seiner neuen Rolle soll er die internationale operative Exzellenz weiter stärken. Der Führungswechsel erfolgt in einer Phase intensiven Preiskampfes im internationalen Lebensmittelhandel. Lidl setzt dabei weiterhin auf effiziente Prozesse, skalierbare Logistik und starke Landesgesellschaften, um Marktanteile auszubauen.