Capri Sun mit seinem Sportgetränk.
Die Influencerin und Lebensmitteltechnologin
Nicola Leonie Schinz kritisiert, dass der Begriff «Elektrolytes» auf der Verpackung Mehrzahl impliziere. Erst auf der Rückseite werde mit einem Sternchen klargestellt, dass lediglich Magnesium enthalten sei – und dies in geringer Menge. Auch in früheren Kommunikationsmitteln sei von «Elektrolyten» im Plural die Rede gewesen. Schinz hat laut «20 Minuten» den Fall dem Verbraucherschutz gemeldet.
Laut Bundesamt für Lebensmittelsicherheit existiert in der Schweiz keine spezifische Regelung für den Begriff «Elektrolytes». Grundsätzlich gilt jedoch, dass Verpackungen nicht täuschen dürfen, gleichzeitig aber nur die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllen müssen.
Capri-Sun widerspricht den Vorwürfen. Das Getränk enthalte Vitamine und Magnesium, was auf der Vorderseite klar ausgewiesen sei. Sternhinweis sowie Zutaten- und Nährwertangaben sorgten für ausreichende Transparenz. Aussagen zu weiteren, in Sportgetränken üblichen Elektrolyten wie Natrium oder Kalium würden nicht gemacht. Inzwischen verwendet das Unternehmen, gemäss der Zeitung, auf seiner Website den Begriff «Elektrolyt» in der Einzahl.