Der Bund will bis 2030 die vermeidbaren Lebensmittelverluste gegenüber 2017 halbieren.
Quelle: Symbolbild Pixabay
Der Bundesrat hat am 6. Mai 2026 eine erste Bilanz zu seinem Aktionsplan gegen die Lebensmittelverschwendung gezogen, den er 2022 verabschiedet hat. Die Bilanz fällt durchzogen aus, wie der Bundesrat mitteilt: Gemäss Schätzung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) gingen die Lebensmittelverluste in der Schweiz von 2017 bis 2024 zwar um rund 5 Prozent zurück. Der im Aktionsplan für 2025 vorgesehene Richtwert von 25 Prozent wurde aber deutlich verfehlt.
Der Bundesrat schreibt, die bereits ergriffenen Massnahmen bräuchten mehr Zeit, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Zudem fehle teilweise noch die Breitenwirkung, und es brauche stärkere Anstrengungen bei den Haushalten. Grosse Fortschritte gab es besonders im Detailhandel sowie in der Gastronomie bei jenen Unternehmen, die ihre Lebensmittelverluste messen, wie es im Zwischenbericht heisst.
Für die nächste Phase setzt der Bundesrat weiterhin auf freiwillige, eigenverantwortliche Initiativen. So sollen noch mehr Akteure als bisher in den Aktionsplan und seine Massnahmen eingebunden werden. Zudem müsse man die Datengrundlagen, beispielsweise in der Landwirtschaft, verbessern und die Haushalte für die Thematik vermehrt sensibilisieren. 2028 will der Bundesrat erneut informieren, wie nahe er seinem Ziel gekommen ist.
Ziel: Halbierung bis 2030
Der Bundesrat hat 2022 den Aktionsplan gegen die Lebensmittelverschwendung mit dem Ziel verabschiedet, die vermeidbaren Lebensmittelverluste bis 2030 gegenüber 2017 zu halbieren. In der ersten Phase (2022–2025) standen freiwillige, eigenverantwortliche Initiativen der Wirtschaft im Vordergrund. Ein zentrales Element sei dabei die branchenübergreifende Vereinbarung, schreibt der Bundesrat: 37 Unternehmen und Organisationen engagierten sich gemeinsam gegen die Verschwendung von Lebensmitteln.
Sie können den Zwischenbericht hier runterladen.