DE: Tofu bleibt knapp im Handel
Die Tofu-Nachfrage in Deutschland bleibt hoch, gleichzeitig kommt es zu anhaltenden Lieferengpässen. Händler berichten von eingeschränkter Verfügbarkeit und teils leeren Regalen.
Deutschlands Marktführer Taifun.
Quelle: zVg taifun
Rewe bestätigt gegenüber lz-net.de eine angespannte Warenlage. Auch Edeka-Kaufleute melden, dass bestellte Mengen häufig nur teilweise geliefert werden und Produkte schnell ausverkauft sind. Besonders betroffen sind stark nachgefragte Standardsorten. Im März stieg der Tofu-Absatz um 11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für 2025 wird ein Marktvolumen von rund 135 Millionen Euro erwartet. Nach dem saisonalen Hoch zu Jahresbeginn bleibt die Nachfrage auf erhöhtem Niveau.
Gleichzeitig können Hersteller den Bedarf nicht decken. Hauptgrund sind Produktionsengpässe. Marktführer Taifun hatte nach einem Maschinenausfall Ende 2025 Schwierigkeiten, ausreichend Ware zu produzieren. Eine zentrale Anlage zur Trennung von festen und flüssigen Bestandteilen fiel aus, wodurch Lagerbestände nicht aufgebaut werden konnten.
Um Kapazitäten zu bündeln, hat Taifun Teile des Sortiments vorübergehend ausgesetzt. Das Unternehmen arbeitet daran, die Produktion zu stabilisieren. Taifun plant, die Kapazitäten bis Herbst um rund 50 Prozent zu erhöhen. Auch andere Anbieter wie Berief melden Schwierigkeiten, die Nachfrage zu bedienen. Neben technischen Problemen erschwert vor allem der Mangel an qualifiziertem Personal die Produktion.