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Verpackungsmaschinenbranche gründet europäischen Dachverband

Auf der Interpack 2026 haben führende europäische Branchenverbände die Föderation Europama gegründet. Der neue Verband will die Interessen der Verarbeitungs- und Verpackungsmaschinenindustrie auf EU-Ebene bündeln.

Europama-Präsident Riccardo Cavanna

Quelle: zVg

Europäische Hersteller von Verarbeitungs- und Verpackungsmaschinen haben unter dem Namen Europama, Processing & Packaging EU Federation, einen neuen Branchenverband gegründet. Die Gründungsversammlung fand am 10. Mai 2026 im Rahmen der Interpack statt.
Ziel der Föderation ist es, die Interessen der Industrie gegenüber europäischen Institutionen stärker zu vertreten, den Wissensaustausch zu fördern und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Branche auszubauen, wie der Verband schreibt. Zu den Gründungsmitgliedern zählen unter anderem Swissmem, VDMA Food Processing and Packaging Machinery, UCIMA (Italien), EVOLIS Organisation (Frankreich), AMEC und Automate UK.
Zum Präsidenten wurde Riccardo Cavanna, Präsident des italienischen Verbands UCIMA und Manager der Cavanna SpA, gewählt. Markus Rustler, CEO von Theegarten-Pactec und Mitglied des Exekutivrats der VDMA-Division Food and Packaging Machinery, übernimmt das Amt des Vizepräsidenten. Generalsekretär wird Oscar Rojo von EVOLIS.
Nach Angaben von Europama exportierten europäische Hersteller von Lebensmittelverarbeitungs- und Verpackungsmaschinen 2024 Maschinen im Wert von rund 35 Milliarden Euro. Rund zwei Drittel aller weltweit gehandelten Maschinen stammen demnach aus der Europäischen Union. Europa erreiche im Bereich Verpackungsmaschinen einen Weltmarktanteil von 70 Prozent.
Der Verband will sich künftig verstärkt in regulatorische Diskussionen rund um den AI Act, den Data Act oder die europäische Verpackungsverordnung PPWR einbringen. Weitere Schwerpunkte sind Investitionen in Automatisierung, Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit sowie strengere Kontrollen von Importen aus Nicht-EU-Ländern.

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