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Forschende erstellen genetische Karte von Hopfen

Forschende haben die bislang detaillierteste genetische Karte des Hopfens vorgestellt. Sie könnte helfen, Sorten zu züchten, die besser mit dem Klimawandel klar kommen. Auch neue Geschmäcke stehen in Aussicht.

Die genetische Karte des Hopfens ermöglicht neue Züchtungen.

Quelle: Carlsberg/zVg

Forschende von Helmholtz München, Hopsteiner und dem Carlsberg Research Laboratory haben die bislang detaillierteste genetische Karte des Hopfens veröffentlicht. Die in «Nature Communications» erschienene Studie soll die Entwicklung widerstandsfähigerer und nachhaltigerer Hopfensorten beschleunigen, wie es in einer Mitteilung heisst. Hintergrund ist der Klimawandel: Steigende Temperaturen, Dürreperioden und unberechenbare Wetterlagen beeinträchtigen laut den Forschern bereits Erträge und Qualität in wichtigen Anbaugebieten.
Das Hopfen-Genom gilt als besonders komplex. Die Pflanze besitzt ein grosses, stark wiederholendes Erbgut und getrennte männliche sowie weibliche Pflanzen. Nur weibliche Pflanzen bilden die für das Bierbrauen benötigten Dolden. Das Forschungsteam erstellte nun eine Genomkarte auf Chromosomenebene einer kommerziell wichtigen Sorte und erfasste dabei beide geerbten Chromosomensätze detailliert.
Die neue Genomkarte könnte laut den Forschern die Hopfenzüchtung grundlegend verändern. Statt langwieriger Trial-and-Error-Verfahren sollen gezieltere Züchtungsstrategien möglich werden. Erwartet werden Fortschritte bei hitze- und trockenheitsresistenten Sorten, neuen Aroma- und Geschmacksprofilen sowie kürzeren Entwicklungszeiten. Zudem könnten robustere Sorten mit geringerem Ressourcenbedarf den Hopfenanbau nachhaltiger machen, wie es in der Mitteilung heisst.

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