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Russland setzt auf Wachstum bei Agrarexporten nach China

Russland sieht erhebliches Potenzial für den Ausbau seiner Agrarexporte nach China.

Quelle: zVg bectargco

Wachstumsmöglichkeiten bestehen dabei nicht nur bei Agrarrohstoffen, sondern auch bei verarbeiteten Lebensmitteln. Voraussetzung für eine stärkere Marktpräsenz sei jedoch eine intensivere Nutzung chinesischer Online-Verkaufsplattformen. Darauf wies Ilya Ilyushin, Leiter des dem russischen Landwirtschaftsministerium angeschlossenen Bundeszentrums Agroexport, bei einem Treffen russischer Exporteure mit Vertretern der chinesischen Plattform JD Global hin. Viele russische Unternehmen seien bereits auf chinesischen Online-Marktplätzen aktiv, für eine erfolgreiche Vermarktung sei diese Präsenz jedoch unverzichtbar.
Online-Handel als Schlüsselfaktor
Der russische Landwirtschaftsattaché in China, Dmitry Klishin, betonte, dass ein grosser Teil der chinesischen Konsumenten Lebensmittel über Online-Plattformen kaufe. Die Präsenz russischer Produkte im E-Commerce sei daher nicht nur ein Weg zur Steigerung der Exportmengen, sondern auch entscheidend für den Aufbau der Markenbekanntheit bei chinesischen Verbrauchern.
Vereinfachter Marktzugang
Nach Angaben von JD Global bietet der 2014 gegründete Cross-Border-Channel ausländischen Unternehmen einen vereinfachten Zugang zum chinesischen Markt. Für den Vertrieb von Lebensmitteln sei in der Regel lediglich ein Registrierungsnachweis bei der chinesischen Zollverwaltung erforderlich. Für einzelne Produktkategorien gelten laut JD Global sogar noch geringere Zulassungshürden.
China zählt zu den wichtigsten Absatzmärkten für russische Agrarprodukte. Die russische Exportstrategie setzt zunehmend auf höherwertige und verarbeitete Lebensmittel, um zusätzliche Wertschöpfung im eigenen Land zu generieren und die Abhängigkeit von Rohstoffexporten zu verringern.

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