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100 Jahre Sbrinz-Lager St. Karli

Emmi hat das 100-jährige Bestehen des Käsekellers St. Karli in Luzern gefeiert. Der Standort gilt als einer der wichtigsten Reifungsorte für Sbrinz AOP und verarbeitet rund 80 Prozent der gesamten Produktion.

Mit rund 300 Gästen aus Landwirtschaft, Politik, Handel und Medien wurde das 100-jährige Bestehen des Standorts St. Karli in Luzern gefeiert. Der traditionsreiche Käsekeller zählt zu den bedeutendsten Orten der Sbrinz-Reifung und steht für Zentralschweizer Käsehandwerk, sorgfältige Reifung und hohe Qualität, wie Marc Heim, stellvertretender CEO von Emmi, erklärte. «Nirgends ist die Qualität so wichtig wie beim Käse.» Da der Sbrinz am längsten reife, sei hier die Affinage, die in St. Karli gemacht werde, besonders wichtig. Im Käsekeller St. Karli reifen bis zu 60'000 Sbrinz-Laibe. Seit 1926 werden die Käse dort von Hand veredelt. Teile des historischen Kellers liegen unterhalb des Wasserniveaus der Reuss und sorgen für konstante klimatische Bedingungen sowie eine effiziente Energienutzung während der Reifung.
Gemäss Emmi reifen rund 80 Prozent des gesamten Sbrinz AOP in St. Karli. Zehn Mitarbeitende kümmern sich um die Pflege und Qualitätsarbeit im Keller. An der Jubiläumsfeier diskutierten Pirmin Dörig, Sbrinz-Käser, Josef Wyss, Geschäftsleiter Sortenkäse Emmi, und Peter Hegglin, Präsident der Sortenorganisation Sbrinz, über die Vergangenheit und Zukunft des Sbrinz. Hegglin betonte, dass der Sbrinz zu den ältesten Käsesorten Europas gehöre und eine erfolgversprechende Zukunft habe. Er könne sich vorstellen, dass in 100 Jahren nicht 60'000 Sbrinz-Laibe, sondern die doppelte Menge in St. Karli lagere. Josef Wyss sagte, die jungen Generationen könne man als Segment mit der Sbrinz-Werbung noch stark bearbeiten und auch in der Westschweiz gebe es noch Lücken.
Seit 2023 verantwortet Emmi das Marketing für Sbrinz. Mit «Sbrinz drauf» habe man einen einfachen Slogan etabliert, der auch die junge Generation dazu bewegen soll, zum Sbrinz zu greifen, sagte Marc Heim. Gemeinsam mit der Sortenorganisation soll die Marke gestärkt, Marktpotenziale besser genutzt und die langfristige Entwicklung des Käses gefördert werden. Laut Emmi wurden die vereinbarten Ziele im Jahr 2025 übertroffen. Das Jubiläum unterstreiche damit auch die Zukunftsfähigkeit des Sbrinz.

Milchwirtschaftliches Museum

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