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Luzern war ein Pionier in Sachen Lebensmittelkontrolle

Luzern war der erste Kanton, der 1876 einen Kantonschemiker einstellte. Heuer feiert die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz (DILV) ihr 150-Jahre-Jubiläum und plant ein neues Labor.

Die Luzerner Gesundheitsdirektorin Michaela Tschuor bezeichnete an der Jubiläumsfeier die Lebensmittelsicherheit als Kernauftrag des Staates.

Quelle: zVg

Vor 150 Jahren entschied der Luzerner Regierungsrat, dass die Fälschung von Lebensmitteln eine Gefahr für die Gesundheit darstellt und von staatlicher Seite bekämpft werden muss. Dafür stellte er als erster Kanton der Schweiz mit Dr. Robert Stierlin-Hauser einen Kantonschemiker ein. Wie der Kanton Luzern mitteilt, bestanden Stierlin-Hausers Aufgaben im Wesentlichen in Untersuchungen von Lebensmitteln wie Fleisch, Brot, Trinkwasser oder Milch sowie unangemeldeten Besuchen bei Lebensmittelverkaufsläden.
Ein Kernauftrag des Staates
«Wir dürfen stolz sein auf die Rolle des Kantons Luzern, der im Bereich der Lebensmittelkontrolle ein Pionier war», wird Regierungspräsidentin Michaela Tschuor, Vorsteherin des Gesundheits- und Sozialdepartements, in der Mitteilung zitiert. Der Kernauftrag der Lebensmittelkontrolle sei es, Vertrauen zu schaffen. «Deshalb ist die Lebensmittelsicherheit ein Grundpfeiler des öffentlichen Wohls – und damit ein Kernauftrag des Staates.»
Heute kontrolliert das DILV neben Lebensmittelbetrieben auch Schwimmbäder, Onlinehandel, Tattoostudios oder Solarien, da auch diese ein Risiko für die Gesundheit von Verbraucherinnen und Verbrauchern darstellen können.
Sicherheitszentrum Rothenburg: Investition in die Zukunft
Die DILV führt jährlich rund 1700 Inspektionen in Luzerner Betrieben durch und analysiert über 10’000 Proben in ihrem Labor. Um dies auch künftig mit modernen Mitteln gewährleisten zu können, beabsichtigt der Kanton Luzern, im geplanten Sicherheitszentrum Rothenburg ein neues Labor zu bauen. Die DILV soll - falls die Bevölkerung an der Urne zustimmt - ab 2032 ihre Tätigkeit dort fortsetzen können. «Eine zeitgemässe Infrastruktur ist eine Voraussetzung dafür, dass die Lebensmittelkontrolle ihre Arbeit auch weiterhin auf hohem Niveau und zu Gunsten der Luzernerinnen und Luzerner leisten kann», wird Kantonschemiker Silvio Arpagaus in der Mitteilung zitiert.
Hier finden Sie eine Chronik zu 150 Jahre Lebensmittelkontrolle im Kanton Luzern: https://lebensmittelkontrolle.lu.ch/uber_uns/150Jahre

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