Chocosuisse feiert 125-jähriges Bestehen
Der Verband der Schweizer Schokoladenhersteller wird 125-jährig. Am 12. Juni findet die Jubiläumsfeier statt, und es wird ein neuer Präsident gewählt.
Chocosuisse, der Verband der Schweizer Schokoladenhersteller, wurde 1901 gegründet. Damals habe Schweizer Schokolade international rasch an Bedeutung gewonnen, und die Branche habe sich organisiert, um Qualität, gemeinsame Interessen und den guten Ruf der Schokolade zu sichern, wie Chocosuisse in einer Mitteilung schreibt.
Früher sei es unter anderem um die Sicherstellung der Rohstoffversorgung, um die Koordination in Krisenzeiten und um den Aufbau gemeinsamer Regeln gegangen. So wurde bei einem Kakaoengpasse 1941 200 Tonnen Rohkakao solidarisch zwischen den Betrieben verteilt, um die Produktion aufrechtzuerhalten. Heute setzt sich Chocosuisse nach eigenen Angaben vor allem für wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, für den Schutz der Schweizer Herkunft, für Nachhaltigkeit und den Zugang zu internationelan Märkten ein.
Der Schutz der Bezeichnung «Schweizer Schokolade» bleibe ein zentrales Anliegen, heisst es weiter. Hier engagiere sich Chocosuisse seit Jahrzehnten für klare Regeln, glaubwürdige Herkunftsangaben und den Schutz vor missbräuchlicher Verwendung des Schweizer Qualitätsversprechens. Aktuell bearbeitet Chocosuisse weltweit rund 290 Fälle.
Wichtig ist auch das Engagement von Chocosuisse für den Nachwuchs und für eine starke Berufsbildung. Per Lehrbeginn 2025 wurde die Ausbildung unter der neuen Bildungsverordnung «Foodtura 25» an die aktuellen Anforderungen angepasst, die Schokoladenbetriebe bilden seither im Schwerpunkt «Schokolade und Zuckerwaren» aus.
Chocosuisse feiert am 12. Juni das 125-jährige Bestehen mit einem Jubiläumsanlass in Bern. An der Generalversammlung vom gleichen Tag soll ferner Martin Candinas als neuer Präsident gewählt werden. Er wird Alt-Ständerat Beat Vonlanthen ablösen, der den Verband seit 2017 präsidiert.