Das Berner Unternehmen ist in eine akute finanzielle Notlage geraten.
Quelle: zVg outlawz
Das Unternehmen zählt zu den Pionieren für pflanzliche Fleischalternativen in der Schweiz und wurde insbesondere mit Produkten wie der
veganen YB-Wurst bekannt.
Umsatzrückgang nach Verlust wichtiger Vertriebspartner
Als Hauptgründe für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nennt das Unternehmen den Wegfall der Zusammenarbeit mit Lidl sowie den Verlust von Regalplätzen bei Coop. Dadurch seien die Umsätze massiv eingebrochen und die Firma in eine akute finanzielle Notlage geraten. Outlawz Food wurde 2018 von Kevin Schmid gegründet und produzierte in Zollikofen bei Bern vegane Alternativen zu Wurstwaren, Speck, Trockenfleisch, Hackfleisch und Döner auf Seitan-Basis. Das Unternehmen gehörte zu den frühen Anbietern von Fleischersatzprodukten in der Schweiz und setzte auf regionale Produktion.
Perspektive für Mitarbeitende
Für die rund 15 Mitarbeitenden zeichnet sich eine Lösung ab. Gemäss Unternehmensangaben laufen Verhandlungen mit einem Lebensmittelhersteller aus der Region, der Teile der Produktion sowie einzelne Produkte übernehmen und weiterführen könnte. Die Gespräche befinden sich in der Schlussphase.
Schwieriges Marktumfeld
Der Fall Outlawz Food verdeutlicht die Herausforderungen im Markt für pflanzliche Fleischalternativen. Nach Jahren starken Wachstums hat sich die Nachfrage in vielen europäischen Märkten abgeschwächt. Gleichzeitig verschärfen sich der Wettbewerbsdruck und der Kampf um Regalflächen im Detailhandel. Ob und in welchem Umfang Produkte und Produktionskapazitäten von Outlawz Food weitergeführt werden, dürfte sich nach Abschluss der laufenden Verhandlungen zeigen.