Martin Candinas, der neue Präsident, und Beat Vonlanthen, der scheidende Präsident von Chocosuisse.
Quelle: Chocosuisse
Chocosuisse, der Verband der Schweizer Schokoladenhersteller, feierte am 12. Juni im Berner Traditionslokal Kornhauskeller mit den Mitgliedern und mit Gästen aus Wirtschaft, Politik, Forschung und Medien sein 125-jähriges Bestehen. Insgesamt waren 160 Personen anwesend. Bundesrat Guy Parmelin, Economiesuisse-Geschäftsführerin Monika Rühl und Bernhard Brechbühl, CEO von 20 Minuten, überbrachten Grussworte.
Schweizer Schokolade sei kein gewöhnliches Exportgut, sagte Bundespräsident Guy Parmelin. «Sie ist ein Stück unserer Identität.» Wenn jemand im Ausland das Wort Schweiz höre, denke er oder sie sofort auch an Schokolade. Das sei auch das Ergebnis von 125 Jahren mit handwerklicher Meisterschaft, unternehmerischem Mut und unerschütterlichem Streben nach Qualität.
Die Ankündigung neuer US-Zölle habe in vielen Exportbranchen Besorgnis ausgelöst, fuhr Parmelin fort. Der Bundesrat beobachte die Entwicklungen mit groser Aufmerksamkeit und setze weiterhin auf stabile und regelbasierte Handelsbeziehungen mit allen wichtigen Partnern. «Wir wollen keinen neuen Protektionismus.» Nur wenn Schweizer Schokolade und andere Schweizer Qualitätsprodukte überall auf der Welt zu fairen Bedingungen angeboten werden könnten, bleibe die Exportindustrie langfristig wettbewerbsfähig.
Auch Economiesuisse-Geschäftsführerin Monika Rühl betonte, es brauche den Einsatz von Chocosuisse, Economiesuisse und den weiteren liberalen Akteuren mehr denn je. Der freie Handel führe zu Wohlstand nicht nur in der Schweiz, sondern auch in den Partnerländern.
Beat Vonlanthen, Präsident von Chocosuisse und Biscosuisse und alt Ständerat, übergab in Bern sein Amt an Martin Candinas, Nationalrat Mitte, der an der Generalversammlung vom gleichen Tag als neuer Präsident gewählt worden war. Er überreichte Candinas ein überdimensioniertes Petit Beurre, das die beiden Verbände Chocosuisse und Biscosuisse symbolisierte. Vonlanthen sprach aktuelle Herausforderungen an: die hohen und volatilen Rohstoffpreise, die steigende Regulierungsdichte, neue Verpackungsvorschriften. Candinas betonte, er wolle weiterhin dafür sorgen, dass Chocosuisse auch bei teilweise unterschiedlichen Interessen unter den Mitgliedern nach aussen geeinigt sei, um Wirkung zu entfalten. Diese Stärke beruhe nicht nur auf dem Verband selber, sondern auch auf dem Fachwissen von Mitgliedfirmen und ihren Mitarbeitenden, auf das man zurückgreifen könne. Es ermögliche, im politischen Prozess nicht nur Ja oder Nein zu sagen, sondern auch fundierte Lösungsvorschläge einzubringen.