Outlawz AG wird liquidiert
Die Aktionäre des Fleischersatzherstellers Outlawz haben dessen Liquidation beschlossen. Die Mitarbeitenden sollen von einem anderen Hersteller aus der Region übernommen werden.
Die Outlawz AG, Herstellerin von Fleischersatzprodukten aus Zollikofen, wird liquidiert. Das hat die Aktionärsversammlung am 12. Juni beschlossen, wie das Onlinemedium «Hauptstadt» berichtet. Noch unklar ist, ob die vegane YB-Wurst und andere Produkte weiterhin hergestellt werden. Der Verlust von Lidl als Verkaufspartner und der Verlust von Regalplätzen bei Coop habe zu massiven Umsatzeinbussen geführt, schrieb das Unternehmen in einer Mitteilung an die Aktionäre. Die 15 Mitarbeitenden sollen von einem Nahrungsmittelhersteller aus der Region übernommen werden. Dieser wolle Teile der Produktion weiterführen, die Verhandlungen würden noch laufen.
Im Gespräch mit dem «Bieler Tagblatt» erklärte Outlawz-Gründer Kevin Schmid, als kleines Berner Unternehmen könne man im Preiskampf gegenüber den grossen Herstellern nicht mithalten. Outlawz sei zuletzt gewachsen, das habe die Verluste im Detailhandel nicht kompensieren können. «Wir sind mit Outlawz nicht gescheitert, sondern haben extrem viel erreicht.» Manchmal funktionierten Dinge, die man als Unternehmer anpacke, zwar kurzfristig, aber nicht langfristig. Die vegane Bäckerei-Kette Bakery Bakery, die am Expandieren ist, ist gemäss Schmid nicht von der Outlawz-Liquidation betroffen. Das seien zwei getrennte Firmen, man habe die Büros geteilt und gewisse Synergien genutzt.