Der Export von Schweinehälften und die Vermarktung von Mastferkeln soll den Schweinemarkt entlasten.
Quelle: Symbolbild Proviande
Schon seit Herbst 2025 werden in der Schweiz mehr Schweine produziert, als der Markt verdauen kann. Die Produzentenpreise sind so tief wie noch nie. Bereits Anfang Jahr hat der Schweinehalterverband Suisseporcs einen Fonds zur Marktentlastung eingerichtet, in den die Schweinehaltenden einzahlen. Bislang konnten durch den gestützten Export 450 Tonnen Schweinefleisch ins Ausland abgesetzt werden, was die Tiefkühllager der Verarbeiter entlastet, wie Suisseporcs mitteilt.
Ab kommender Woche sollen zudem während 10 Wochen total 18'000 Schweine in Hälften exportiert werden. Geplant ist zudem die Vermarktung von 15'000 Mastferkeln im In- und Ausland. Die inländische Nachfrage nach Spanferkeln werde neu zu 100 Prozent mit Schweizer Tieren abgedeckt, in den Vorjahren mussten diese importiert werden, heisst es in der Mitteilung weiter.
Um langfristig einen stabilen Schweinemarkt hin zu kriegen, lädt der Schweizer Bauernverband alle Entscheidungsträger der Branche zu einem runden Tisch. Ziel sei es, dass die Branche langfristige Lösungen erarbeite, um den Schweinemarkt nachhaltig ins Gleichgewicht zu bringen, heisst es in der Mitteilung weiter.
Eine solche langfristige Lösung hatte der Suisseporcs-Vorstand im Mai auf den Tisch gelegt. Mit einer Stilllegungsprämie von rund 2000 Franken pro Zuchtsau wollte der Verband Schweinehalter dazu bringen, aus der Produktion auszusteigen. Jährlich hätten so 1500 Zuchtsauenplätze eliminiert werden sollen. An der ausserordentlichen Delegiertenversammlung am 27. Mai fand das Konzept zwar eine Mehrheit, scheiterte aber an der nötigen Zweidrittelmehrheit (
foodaktuell berichtete).