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Salmonellenfall wurde verschlampt

Obwohl Emmi einen Salmonellenfall frühzeitig meldete, warnten die Behörden erst acht Tage nach dem ersten Verdacht die Öffentlichkeit.

Betroffene Weichkäse der Käserei Landbrügg.

Eigentlich meldete Emmi bereits am letzten Karfreitag, dass Käseproben der Käserei Landbrügg mit Salmonellen belastet waren. Insgesamt waren 2,8 Tonnen Weichkäse betroffen, darunter die Sorten Bergbrie, Kräuterbrie und Pinochio, wie es damals hiess. Mindestens zehn Prozent der Proben seien mit Salmonellen belastet. Die betroffene Käserei wurde geschlossen.
Eine öffentliche Warnung des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) liess jedoch auf sich warten. Wie Recherchen des «Tages-Anzeigers» anhand interner E-Mails und Dokumente nun zeigen, verzögerte sich die Veröffentlichung der Warnung wegen zusätzlicher Abklärungen. Das BLV verlangte definitive Laborresultate sowie vollständige Angaben zu Produkten und Chargen, obwohl Emmi diese bereits am Karfreitag gemeldet hatte.
Nach den Feiertagen wurden laut dem «Tages-Anzeiger» selbst die Bundesangestellten nervös: Ein Mitglied der Geschäftsleitung sah «erhebliche Reputationsrisiken» und schrieb in einer E-Mail, man gerate «wirklich in Erklärungsnot». Eine Fachbereichsleiterin hielt dagegen: «Im Zentrum steht hier die Lebensmittelsicherheit – nicht der Schutz der Reputation» des Bundesamts. Konsequenz: Die Warnung des Bundes ging erst am Dienstag, 7. April, um 18.07 Uhr an die Medien – acht Tage nach dem ersten Verdacht und vier Tage nach dem Rückruf durch Hersteller und Händler.

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