Campylobacter gelangen häufig über Geflügelfleisch in die Küche.
Das zeigt der aktuelle Bericht für Zoonosen und lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche des Bundes (sie können in
hier runterladen). Die Campylobacteriose war 2025 mit rund 8700 laborbestätigten Fällen wie bereits im Vorjahr die häufigste lebensmittelbedingte Erkrankung. Auf dem zweiten Platz liegt die Salmonellose mit rund 2300 Ansteckungen, gefolgt von 1433 Infektionen mit dem Shigatoxin-bildenden Bakterium Escherichia coli (STEC). Alle drei Infektionen erfolgen meist über tierische Lebensmittel und führen zu Magen-Darmerkrankungen. Die Zahlen sind seit mehreren Jahren relativ stabil, jedoch auf hohem Niveau, wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) mitteilt.
2025 haben die kantonalen Lebensmittelkontrollbehörden dem Bund zudem 72 lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche gemeldet. Ausbrüche betreffen mindestens zwei Personen, die aufgrund des gleichen Lebensmittels erkrankten. 2024 lag die Zahl der Ausbrüche bei 43. Der Anstieg sei kein Zeichen einer grundsätzlichen Verschlechterung der Lebensmittelsicherheit, schreibt das BLV. Er lasse sich vorab darauf zurückführen, dass die kantonalen Behörden dem Bund Ausbrüche dank einer erhöhten Sensibilisierung verstärkt melden würden.