Die Technologie von Happy Plant Protein wird zum ersten Mal im industriellen Masstab umgesetzt.
Quelle: zVg
Der Rohstoffveredler Crespel & Deiters kooperiert mit dem finnischen Foodtech-Unternehmen Happy Plant Protein, dessen neuartiges Trockenextrusionsverfahren am niederländischen Standort Helmond erstmals in der industriellen Produktion angewendet wird. Ziel ist die Herstellung hochwertiger texturierter Pflanzenproteine (TVP) aus europäisch angebauten Hülsenfrüchten wie Ackerbohne und Erbse, wie Crespel & Deiters mitteilt.
Das von Happy Plant Protein patentierte Verfahren ist eine Trockenfraktionierung per Extrusion und damit eine Alternative zur klassischen Luftzerlegung. In einem einzigen Prozessschritt wird das Mehl in seine Protein- und Stärkefraktion getrennt und zugleich funktionalisiert. Was sonst mehrere Stufen erfordert, geschieht hier laut Mitteilung in einem schonenden Durchgang: Proteinisolate, Chemikalien oder wasserintensive Prozesse würden nicht benötigt. Zudem blieben wertvolle Rohstoffbestandteile vollständig erhalten.
Die Anwendung eignet sich laut Mitteilung besonders für Leguminosen wie die Ackerbohne, die neu im Rohstoffportfolio von Crespel & Deiters sind. Die Texturate schmecken neutral und weisen keine bitteren, bohnigen Fehlnoten auf. Die Texturate eignen sich für Fleischalternativen, Hybridprodukte, Fertiggerichte und Snacks.
Erweitertes Rohstoffportfolio
Crespel & Deiters verarbeitet seit 1858 Weizen zu Stärke und Protein. Heute versteht sich das Familienunternehmen als Refinement-Experte, der unterschiedlichste pflanzliche Rohstoffe zu funktionellen Lösungen veredelt. Mit der Zusammenarbeit mit Happy Plant Protein will das Unternehmen sein Rohstoffportfolio gezielt über den Weizen hinaus erweitern.
Für Happy Plant Protein ist die Zusammenarbeit die erste kommerzielle Umsetzung seiner Technologie mit einem etablierten europäischen Ingredients-Hersteller.