Als erster Lebensmitteleinzelhändler testet Lidl die neue Zoll-App «dAKZ».
Quelle: Lidl/Zoll
Als erster Lebensmitteldetailhändler Deutschlands nimmt Lidl an der Pilotphase der neuen App «dAKZ» (digitaler Ausfuhrkassenzettel) des deutschen Zolls teil, wie Lidl mitteilt. Dank der App können sich Schweizer Kunden, die in Deutschland einkaufen, einfacher ihre in Deutschland gezahlte Umsatzsteuer rückerstatten lassen.
Bislang brauchten sie dazu ein Formular, das die Zollbeamten an der Grenze abstempeln müssen. Mit der App ist das nicht mehr nötig. Sie digitalisiert den gesamten Prozess der Ausfuhrbestätigung. Schweizer müssen bei der Rückkehr in die Schweiz nicht mehr an der Grenze halten, um ihr Formular abstempeln zu lassen. Die App erkennt den Grenzübertritt automatisch per Standortfeststellung, stellt den Ausfuhrkassenzettel digital bereit und übermittelt diesen gleichzeitig direkt an Lidl. Beim nächsten Lidl-Einkauf kann die Rückerstattung verrechnet werden.
In 25 grenznahen Lidl-Filialen können Kunden aus der Schweiz das neue Verfahren bereits nutzen. Nach den ersten Wochen zieht Lidl eine positive Zwischenbilanz: Das System laufe bei Lidl absolut stabil und sorge für einen spürbaren Komfortgewinn beim Einkauf, wie der Discounter schreibt.
Für den Schweizer Detailhandel ist der Einkaufstourismus ein Dorn im Auge. Gemäss einer Studie der Universität St. Gallen Laut einer Studie der Universität St. Gallen haben Schweizerinnen und Schweizer 2025 für insgesamt 9,2 Milliarden Franken im grenznahen Ausland eingekauft.