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Lindt & Sprüngli hält sich im schwierigen Umfeld - Ziele bestätigt

Der Premiumschokoladen-Hersteller Lindt & Sprüngli hat sich im ersten Halbjahr 2026 trotz hoher Schokoladenpreise und einer verhaltenen Konsumentenstimmung behauptet.

Die tieferen Absatzmengen glich das Unternehmen mit höheren Verkaufspreisen aus.

Quelle: zVg lindt

Das Wachstum fiel allerdings deutlich tiefer aus als im starken Vorjahr und beruhte erneut vor allem auf Preiserhöhungen. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern. Der Produzent von Lindorkugeln, Pralinés und Schoggihasen setzte von Januar bis Juni 2,33 Milliarden Franken um, rund 0,9 Prozent weniger als im Vergleichshalbjahr, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Organisch wuchs der Umsatz um 4,3 Prozent.
Das Wachstum wurde erneut hauptsächlich von höheren Verkaufspreisen getragen, mit denen Lindt die gestiegenen Kakaokosten ausglich. Gruppenweite Preiserhöhungen von 11,8 Prozent standen einem Volumen-/Mix-Rückgang von 7,5 Prozent gegenüber.
Die Absatzmengen entwickelten sich damit weiter rückläufig. Vor allem in Europa belasteten ein schwächeres Ostergeschäft, die gedämpfte Konsumentenstimmung, rückläufige Touristenzahlen aus Asien und dem Nahen Osten sowie die Hitzewelle im Juni das Geschäft. Deutlich robuster entwickelten sich dagegen Nordamerika und die Region Rest der Welt mit jeweils zweistelligen Wachstumsraten.
Der operative Gewinn (EBIT) stieg leicht auf 260,2 Millionen Franken nach 259,2 Millionen im Vorjahr. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 11,2 Prozent von 11,0 Prozent. Dazu trugen laut dem Unternehmen eine straffe Kostenkontrolle, Effizienzsteigerungen und Prozessoptimierungen bei. Unter dem Strich verdiente Lindt 191,7 Millionen Franken, nach 188,9 Millionen im Vorjahr.
Mit den vorgelegten Zahlen hat Lindt die Erwartungen der Analysten beim Umsatz leicht verfehlt. Beim operativen Gewinn (EBIT) übertraf der Konzern die Erwartungen dagegen. Auch der Reingewinn lag über dem AWP-Konsens.
Für das Gesamtjahr bestätigte Lindt seine Prognose. «Mit starken Massnahmen für das zweite Halbjahr ist die Gruppe zuversichtlich, ihren Ausblick für das Jahr 2026 zu erreichen», hiess es in der Mitteilung. Der Konzern erwartet weiterhin ein organisches Umsatzwachstum von 4 bis 6 Prozent. Die EBIT-Marge soll sich gegenüber dem Vorjahr um 20 bis 40 Basispunkte verbessern.
Zur Stabilisierung der Volumen hat Lindt für das zweite Halbjahr gezielte Preisanpassungen in ausgewählten Märkten sowie verstärkte Marketingaktivitäten angekündigt. Das Management zeigte sich trotz des anspruchsvollen Marktumfelds zuversichtlich. Mittelfristig peilt Lindt weiterhin ein organisches Wachstum von 6 bis 8 Prozent pro Jahr sowie eine jährliche Verbesserung der EBIT-Marge um 20 bis 40 Basispunkte an.

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