Rupp AG stellt Führung neu auf
Der gebürtige Franzose Frédéric Nalis übernimmt im September den CEO-Posten bei der Vorarlberger Privatkäserei Rupp. Damit soll das Unternehmen noch stärker internationalisiert werden.
Die Vorarlberger Privatkäserei Rupp AG ordnet ihre Unternehmensspitze neu. Ab 15. September 2026 soll Frédéric Nalis die Funktion des CEO und Vorstandsvorsitzenden übernehmen, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt. Mit der Neuausrichtung will das Familienunternehmen seine internationale Entwicklung weiter vorantreiben. Erst vor drei Jahren wurde mit John Broekmans ein neuer CEO einbestellt. Broekmans verliess Ende Januar 2026 das Familienunternehmen in «gegenseitigem Einverständnis», wie es hiess.
Der Franzose, Frédéric Nalis, wechselt nun von der Molkereigruppe Savencia, wo er die Standorte in Deutschland und Österreich leitete, in das österreichische Unternehmen. Zuvor war er unter anderem beim Fruchtsaftunternehmen Andros als Chef Naher Osten/Afrika und als CEO Deutschland bei der Groupe Bel tätig. Gestartet hat Nalis seine Karriere bei Procter & Gamble.
Die Rupp AG hat Vertriebsstandorte in Europa, dem Mittleren Osten und Asien, investiert aber auch strategisch in neue Produktionskapazitäten. Die Rupp AG beschäftigt nach der Übernahme von Juan Martinez S.L. im 2025 etwa 1000 Mitarbeiter, davon 570 in Vorarlberg. Zuletzt erzielte Rupp einen Jahresumsatz im Bereich von 350 bis 360 Millionen Euro.
Im Zuge der Neuaufstellung der Privatkäserei scheiden Laura Rupp, verantwortlich für das Ingredient-Geschäft, und CFO Mathias Gattermayer im Laufe des Jahres aus dem Vorstand aus. Laut Unternehmensangaben erfolge dieser Schritt aus persönlichen Gründen und sei bereits länger geplant gewesen. Bereits Ende Juli tritt Martin Beck als neuer Finanzleiter in das Unternehmen ein. Der frühere Group–CFO der Feinjersey Group soll zentrale Aufgaben im Finanzbereich übernehmen und direkt an den CEO berichten. Nach Angaben des Aufsichtsrats reagiert Rupp mit der neuen Führungsstruktur auf ein anspruchsvolleres Marktumfeld. Ziel ist es, die Organisation auf die weitere Internationalisierung und die künftigen Anforderungen des Marktes auszurichten.