FrieslandCampina erzielt tieferen Gewinn trotz stabilem Umsatz
Der niederländische Molkereikonzern FrieslandCampina hat im ersten Halbjahr 2026 einen deutlichen Rückgang beim Betriebsergebnis verzeichnet.
Friesland Campina präsentierte weniger gute Zahlen.
Quelle: zVg frieslandcampina
Grund sind das hohe weltweite Milchangebot und tiefere Preise für Basismolkereiprodukte. Positiv entwickelten sich hingegen der operative Cashflow und die Milchanlieferungen. Das Betriebsergebnis ging von 363 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 269 Millionen Euro zurück. Der Reingewinn verringerte sich von 230 Millionen auf 138 Millionen Euro. Der Umsatz blieb mit 6,83 Milliarden Euro nahezu stabil. Nach Angaben des Unternehmens belasteten das hohe Milchangebot und die schwächere Nachfrage nach Basismolkereiprodukten die Preise und Margen. Zudem überstieg in Nordwesteuropa die verfügbare Milchmenge zeitweise die Verarbeitungskapazitäten.
Fusion erhöht Milchanlieferung
Die Milchanlieferung der Genossenschaftsmitglieder stieg um 18,5 Prozent auf über 5,4 Millionen Tonnen. Mehr als die Hälfte des Zuwachses führt FrieslandCampina auf die Fusion mit der belgischen Molkerei Milcobel zurück. Das Unternehmen spricht von einer Trendwende nach mehreren Jahren rückläufiger Anlieferungen. Der operative Cashflow verbesserte sich deutlich von 43 Millionen auf 292 Millionen Euro, unter anderem dank eines effizienteren Betriebskapitalmanagements.
Für das zweite Halbjahr erwartet FrieslandCampina weiteres Mengenwachstum, insbesondere bei Produkten mit höherer Wertschöpfung. Das Unternehmen rechnet deshalb mit einem höheren Betriebsergebnis als in der zweiten Jahreshälfte 2025.