Lindt setzt sich schon seit Jahren für Schulbildung im Kakaoanbauland Ghana ein.
Quelle: zVg lindt
Lindt&Sprüngli habe zwar verkündet, Kinderarbeit in seiner Lieferkette beenden zu wollen, profitiere aber weiterhin davon, hiess es laut Bloomberg in der Klage, die an einem Gericht im District of Columbia eingereicht wurde. Die Kanzlei warf dem Konzern vor, kaum etwas zur Verhinderung der Kinderarbeit zu unternehmen.
Lindt&Sprüngli wies laut Bloomberg die Anschuldigungen zurück. Dieselben Vorwürfe seien auch anderen Schokoladenproduzenten gemacht worden. Das Schweizer Unternehmen erklärte, Lieferantenprotokolle erstellt zu haben und systematisch Verdachtsfälle von Kinderarbeit in der Lieferkette zu untersuchen.
Lindt&Sprüngli hatte im vergangenen Jahr das Ziel ausgegeben, ab 2026 ausschliesslich Kakao von Lieferanten zu beziehen, die über ein Überwachungssystem für Kinderarbeit verfügen. Das Unternehmen setzt sich zum Beispiel schon seit Jahren für Schulbildung in Ghana ein, aus jenem Land, aus dem der Schokoladenhersteller einen Grossteil der Kakaobohnen bezieht. Schon 2021 habe das Lindt & Sprüngli Farming Programm den Bau von 29 Schulen ermöglicht, wie Lindt schreibt.