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Ernst Wandfluh: Bund soll ausserordentliche Lage prüfen

SVP-Nationalrat Ernst Wandfluh fordert vom Bundesrat eine Prüfung der ausserordentlichen Lage angesichts von Trockenheit und hohen Temperaturen.

Trockenheit und hohe Temperaturen stellen die Schweizer Landwirtschaft im Tal- und im Berggebiet vor Herausforderungen. Ernst Wandfluh, Präsident des Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verbands und Berner SVP-Nationarat, fordert deshalb den Bundesrat dazu auf, zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine ausserordentliche Lage erfüllt sind. Gemäss einem Bericht der Tamedia-Zeitungen bezeichnet Wandfluh die Situation als dramatisch. Vielerorts würden Wasser und Futter knapp, im Mittelland seien zahlreiche Milchkühe an einem bisher nicht vollständig geklärten Krankheitsbild erkrankt.
Auf den Alpen sei dei Situation besonders angespannt. Betriebe, die bisher auch in trockenen Sommern genug Wasser gehabt hätten, müssten jetzt improvisieren. Teilweise stelle sich die Frage, ob die Tiere vorzeitig ins Tal gebracht werden müssten. Gemäss Wandfluh wurden bereits im Juni rund 3500 Kühe mehr geschlachtet als im Vorjahr, weil das Futter knapp wird.
Der Bund sollte sich darauf vorbereiten, die Armee in besonders betroffenen Regionen einzusetzen, für Wassertransporte aus der Luft und mit Pumpen. Die Landwirtschaft brauche «rasch und unbürokratische Unterstützung», wird Wandfluh zitiert. «Es geht darum, die Tierbestände zu sichern und die Lebensmittelproduktion aufrechtzuerhalten.»
Ferner verlangt Wandfluh, dass der Milchpreis um mindestens vier Rappen erhöht wird. Nach Monaten mit einem Überangebot könne sich die Marktlage wegen tieferer Milcheinlieferungen rasch ändern. Für die Milchproduzenten entstünden zusätzliche Kosten für Wasser, Futter und Tierärzte.

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