Trockenheit: Bund erleichtert Futtermaisimporte
Die Trockenheit macht das Viehfutter knapp. Nun ermöglicht der Bund die zollfreie Einfuhr von Futtermais.
Während zweieinhalb Monaten kann Futtermais zollfrei importiert werden.
Quelle: Symbolbild Hannah Shedrow/Unsplash
Vom 15. August bis 31. Oktober 2026 müssen keine Grenzabgaben für frischen oder silierten Mais mit einem Trockensubstanzgehalt von höchstens 60 Prozent bezahlt werden, der zu Futterzwecken in die Schweiz importiert wird. Das hat das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) entschieden, wie es am Freitag mitteilte.
Das Bundesamt reagiert damit auf die Futterknappheit in der Schweiz. Die Trockenheit und die hohen Temperaturen hätten sich in den meisten Regionen der Schweiz negativ auf die Heuproduktion und die zu erwartende Erträge von Mais ausgewirkt. Durch den Wegfall der Importzölle könnten Tierhaltungsbetrieben Silomais kostengünstiger beschaffen und angemessene Reserven für die Winterfütterung anlegen, so das WBF.
Die Grenzbelastungen per 1. August 2026 für Heu und Grassilage wurden bereits im Rahmen des ordentlichen Vollzugs durch das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) aufgehoben.
Die Importe müssen ordnungsgemäss beim Zoll angemeldet werden. Zudem braucht es eine Generaleinfuhrbewilligung der Pflichtlagerorganisation Réservesuisse.