Seit Anfang Juni ist kaum Regen gefallen. Die Folgen der anhaltenden Trockenheit und Hitze sind laut Bauernverband drastisch.
Quelle: SBV
Das sei eine erste grobe Schätzung, schreibt der Bauernverband in einer Mitteilung. Hinzu kämen unterschiedlich hohe Mehrkosten für Futterzukauf oder Bewässerung sowie zusätzlicher Arbeitsaufwand. Diese wirtschaftlichen Verluste müssten über bessere Produzentenpreise abgefedert werden, schreibt der SBV weiter. Er erwarte, dass die Branchen die nötigen Preisanpassungen beschlössen. Man habe die Vorgehensweise mit den Fachorganisationen koordiniert und die Detailhändler über die Notwendigkeit informiert. Die Fachorganisationen seien nun gefordert, die konkreten Forderungen einzubringen und durchzusetzen.
Der SBV-Vorstand diskutierte an seiner zweitägigen Sommersitzung über mögliche Nothilfe für Betriebe, die mit Liquiditätsengpässen kämpfen. Hier bestehe die Möglichkeit, zinsfreie Betriebshilfedarlehen zu beantragen. Es liefen zudem Gespräche mit Bund und Kantonen, damit die Rückzahlung von Darlehen verschoben und die Auszahlung der Direktzahlungen früher erfolgen könne. Für betroffene Alp- und Sömmerungsbetriebe gebe es die Möglichkeit, beim Fonds Suisse Unterstützung zu erhalten. Der Bauernverband ist laut eigenen Angaben daran, andere Möglichkeiten für Betriebe in Not zu prüfen.