Ritter Sport will Absatzrückgang stoppen
Das deutsche Schokoladeunternehmen Ritter Sport kämpft auf seinem wichtigsten Markt mit sinkenden Verkaufszahlen. Jetzt soll die Führung umgebaut werden.
Der deutsche Heimatmarkt steht dabei besonders im Fokus. Rund 45 Prozent des gesamten Absatzvolumens erzielt Ritter Sport in Deutschland. Dort müsse die negative Absatzentwicklung gestoppt werden, berichtet chip.de unter Berufung auf Unternehmenskreise. Im Zuge der Neuorganisation hat sich das Familienunternehmen von Benno Mauerhan getrennt. Der bisherige Vice President Central Europe war auch für das Deutschlandgeschäft verantwortlich. Zuvor hatte bereits der langjährige Vorstandschef das Unternehmen verlassen.
Für 2027 plant Ritter Sport laut dem Bericht zudem einen überarbeiteten Markenauftritt. Eine externe Agentur soll bereits eine neue Marketingbotschaft entwickelt haben. Das Unternehmen erklärte, die Neuausrichtung sei im Gang und weitere Restrukturierungsmassnahmen seien derzeit nicht vorgesehen. Ritter Sport steht wie die gesamte Schokoladenbranche unter Druck. Der deutsche Markt für Tafelschokolade ist in den vergangenen fünf Jahren geschrumpft. Gleichzeitig belasteten stark gestiegene Kakaopreise die Hersteller.
Ritter Sport erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 712 Millionen Euro, schrieb jedoch rote Zahlen. Im Frühjahr kündigte das Unternehmen den Abbau von rund 70 Stellen in der Verwaltung an. Auch bei den Verpackungen stehen Änderungen an. Wegen neuer EU-Vorgaben für Umweltaussagen überklebt Ritter Sport auf bereits produzierten Verpackungen bestimmte Angaben. Damit sollen vorhandene Folien weiterverwendet werden können, obwohl Aussagen wie «nachhaltig» künftig strengeren Anforderungen unterliegen.