Die Trockenheit führt für die Milchproduzenten zu höheren Produktionskosten.
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Der Vorstand der Branchenorganisation Milch (BOM) hat am 27. August «nach langer und intensiver Diskussion» eine ausserordentliche Erhöhung des A-Richtpreises beschlossen. Konkret steigt der A-Richtpreis für das vierte Quartal 2026 um vier auf zwölf Rappen pro Kilogramm Milch. Die BOM reagiert damit auf den Trockenheitssommer, der für die Milchproduzenten höhere Produktionskosten bedeutet. Gemäss Berechnungen der Schweizer Milchproduzenten sind die Produktionskosten im Durchschnitt rund 12 Rappen je Kilogramm Milch höher.
Die BO Milch rechnet zudem mit einem starken Rückgang der Milchproduktion aufgrund von Futtermangel, höheren Schlachtzahlen und aussergewöhnlich vielen Aborten. Ein positives Zeichen der Branche sei deshalb «äusserst wichtig», schreibt die BOM in einer Mitteilung. Die Preiserhöhung erfolgt trotz tiefer Milchpreise im Ausland und voller Butter-, Käse- und Milchpulverlager. Zur Abfederung der grösseren Preisdifferenz sollen die Beiträge aus dem Fonds Rohstoffverbilligung erhöht werden.
Von der Politik fordert die Branche ebenfalls Unterstützung. Der Bund soll die Zulage für Verkehrsmilch während der kommenden Winterfütterung für ein halbes Jahr um 4 Rappen pro Kilogramm erhöhen. Die Finanzierung soll über einen Nachtragskredit für 2026 erfolgen, wie die BOM schreibt.
Ab 1. Januar 2027 führt die BO Milch zudem einen Klimarappen ein. Der Zuschlag von einem Rappen auf den A-Richtpreis fliesst in einen Fonds, aus dem Milchviehbetriebe für Klimaschutzleistungen entschädigt werden.