In einem sechsjährigen Pilotprojekt testet Zweifel mit Partnern den regenerativen Kartoffelanbau.
Quelle: zVg
Der Chips- und Snackhersteller Zweifel überzeugte die Fachjury des Nachhaltigkeitspreises von Promarca mit dem sechsjährigen Pilotprojekt «Alles beginnt im Boden», wie der Markenartikelverband mitteilt. Gemeinsam mit Inoverde, Fenaco und AgroImpact setzt Zweifel auf regenerativen Kartoffelanbau, um Treibhausgasemissionen in der eigenen Lieferkette messbar zu senken. Schonende Bodenbearbeitung, Begrünung des Bodens mit artenreichen Zwischenfruchtmischungen und erweiterte Fruchtfolgen bauen Humus auf, speichern so Kohlenstoff im Boden und stärken gleichzeitig Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität. Die Produzenten erhalten dafür eine feste Klimaprämie unabhängig vom Rohstoffpreis. Bereits 2025 stammten 1 500 Tonnen Kartoffeln aus diesem Anbau. Parallel reduziert Zweifel gemeinsam mit der Florin AG die Emissionen in der Rapsöl-Lieferkette – mit dem Ziel Netto-Null bis 2050.
Zweifel hatte im Juni bereits den Promarca-Award «Brand of the Year» als beliebteste Marke der Schweiz gewonnen (
foodaktuell berichtete).
Barilla und GMSA auf zweitem Platz
Den zweiten Platz teilen sich Barilla Schweiz und die Groupe Minoteries SA, gefolgt von Oatly Switzerland auf Rang 3. Barilla Schweiz setzt laut Mitteilung auf langfristige Direktverträge und faire Prämien für seine Basilikum-Produzenten und schafft damit verlässliche Partnerschaften entlang der Lieferkette. Groupe Minoteries macht bislang ungenutzte Nebenströme wie Biertreber und Weizenkleie für die Lebensmittelproduktion nutzbar. Daraus entstehen industriell einsetzbare Backzutaten, die bis zu 12 Prozent herkömmlicher Rohstoffe ersetzen, den Nährwert verbessern und Ressourcen schonen.
Die drittplatzierte Haferdrinkmarke Oatly Switzerland verbinde konkrete Massnahmen in der Wertschöpfungskette mit langfristigen Klimazielen und mache Nachhaltigkeit zu einem integralen Bestandteil der Unternehmens- und Lieferkettensteuerung, heisst es in der Mitteilung weiter.