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Mykotoxine: Studie zeigt Wissenslücken

Schimmelpilzgifte werden in der deutschen Bevölkerung kaum als Gesundheitsrisiko wahrgenommen. Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) empfiehlt verstärkte Aufklärung über die Hitzeresistenz der Gifte sowie über Risiken bei Gewürzen und pflanzlichen Milchalternativen.

Wenn der Schimmel blüht, heisst es: wegschmeissen.

Quelle: Symbolbild Nancy Hughes/Unsplash

Was weiss die Bevölkerung in Deutschland über Mykotoxine in Lebensmitteln und wie geht sie mit Schimmelbefall um? Das hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) untersucht und dazu im April 2026 insgesamt 1000 Personen befragt. Das Ergebnis: Die breite Bevölkerung nimmt Schimmelpilzgifte kaum als gesundheitliches Risiko dar – und es gibt deutliche Wissenslücken, wie das BfR in seiner Studie festhält.
So glaubt etwa mehr als ein Viertel der Bevölkerung fälschlicherweise, Schimmelpilzgifte durch Kochen oder Backen zerstören zu können. Ein weiteres Viertel war sich diesbezüglich nicht sicher. Die Aufklärung über die Hitzeresistenz von Mykotoxinen müsse deshalb intensiviert werden, schreibt das BfR.
Risiko bei Gewürzen und Milchalternativen
Ein weiteres Resultat: Viele Menschen wissen nicht, dass Mykotoxine auch in Lebensmitteln vorkommen können, die nicht sichtbar verschimmelt sind. Nur knapp die Hälfte der Befragten weiss, dass auch getrocknete Gewürze Schimmelpilzgifte enthalten können. Dass Mykotoxine auch in veganen Milchalternativen wie Mandel- oder Haferdrinks auftreten können, war sogar nur jedem siebten der Befragten bewusst.
Auch beim Umgang mit verschimmelten Gemüse und Obst sieht das BfR noch Luft nach oben. So werfen zwar fast alle Befragten verschimmelten Joghurt und verschimmeltes Fleisch vollständig weg. Bei frischem Obst und Gemüse schneiden dagegen rund 31 Prozent lediglich die befallene Stelle weg. Das BfR empfiehlt hingegen, verschimmelte Lebensmittel vollständig zu entsorgen, da der Schimmel von aussen unsichtbar bereits tief in das betroffene Lebensmittel eingedrungen sein kann. Das gilt insbesondere bei wassereichen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse, aber auch etwa bei Brot.
Als positiv wertet das BfR, dass sich fast alle Befragten mit Blick auf die Vermeidung von Mykotoxinen so verhalten, wie es auch das BfR empfiehlt: Rund 96 % der Befragten gaben an, Lebensmittel sauber, trocken und kühl zu lagern, 95 %, erklärten, verschimmelte Lebensmittel sofort zu entsorgen und nicht offen liegenzulassen.

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