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Bauernverband erwartet weitere Richtpreiserhöhungen für Kartoffeln

Der Schweizer Bauernverband bezeichnet die Richtpreiserhöhungen in der Kartoffelbranche zur Abfederung der Trockenheitsfolgen als ungenügend. Bei Milchpreis hofft der Verband wie auch die Branchenorganisation auf Unterstützung durch den Bund.

Der Bauernverband hält die Richtpreiserhöhung bei den Kartoffeln für «absolut ungenügend».

Quelle: Symbolbild Unsplash

Bei der A-Milch wird der Richtpreis um 4 Rappen pro Kilogramm erhöht, bei den Kartoffeln beträgt der Zuschlag 2 Rappen pro Kilogramm. Das haben die entsprechenden Branchenorganisationen Ende August als Trockenheitszuschläge für die Produzentinnen und Produzenten beschlossen.
Die Branchenorganisation Milch will aber auch den Bund in die Verantwortung nehmen. So fordert sie, dass er die Zulage für die sogenannte Verkehrsmilch per Nachtragskredit für ein halbes Jahr ebenfalls um 4 Rappen anhebt.
Für den Schweizer Bauernverband ist die «magere» Richtpreiserhöhung für die Kartoffeln «absolut ungenügend», wie er am Mittwoch mitteilte. Die 2 Rappen reichten nirgendwohin, um die wirtschaftlichen Folgen der Trockenheit für die Produzentinnen und Produzenten abzufedern.
Entsprechend erwartet der Verband Nachbesserungen im Detailhandel. Er verweist auf die ursprüngliche Forderung von einem Plus von 7 Rappen beziehungsweise 13 Rappen für Biokartoffeln.
Am oberen Ende des Preisbandes
Für die Kartoffel-Branchenorganisation Swisspatat liegen die Produzentenrichtpreise für Kartoffeln indes am «oberen Ende des Preisbandes», wie sie am Montag mitteilte. Dies ergebe sich aufgrund der tiefen Erträge und der stabilen Nachfrage, schrieb die Organisation.
Die Branchenorganisation Milch befürchtet als Folge der Richtpreiserhöhung Risiken im Markt, weil die Milchpreise im Ausland nach wie vor tief und die Butter-, Käse- und Milchpulverlager voll seien, wie sie am vergangenen Freitag mitgeteilt hatte (foodaktuell berichtete).

Milchwirtschaftliches Museum

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