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Kartellamtseinwände beim Verkauf von Tegut-Läden der Migros an Rewe

Die deutschen Kartellwächter haben Bedenken beim geplanten Verkauf von 40 Filialen der Supermarktkette Tegut durch die Migros an den deutschen Lebensmittelhändler Rewe. Das Bundeskartellamt hat «vorläufige wettbewerbliche Bedenken in drei regionalen Märkten».

Das Kartellamt macht der Migros beim Tegut-Verkauf an Rewe vorläufig einen Strich durch die Rechnung.

Quelle: zVg

Dies sagte ein Sprecher der Behörde in Bonn am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP zu einem entsprechenden Artikel der deutschen «Lebensmittel Zeitung». Darauf habe das Amt die beteiligten Unternehmen in einem Entscheidungsentwurf hingewiesen, den man am 28. August verschickt habe.
Die Genossenschaft Migros Zürich hatte Mitte April angekündigt, bis zu 40 Filialen der verlustreichen Supermarktkette Tegut an den deutschen Lebensmittelhändler Rewe verkaufen zu wollen. Dieser ist ein Teil des Rückzugs aus Deutschland, den die Migros im März bekannt gegeben hatte, um einen Schlussstrich unter das Debakel mit Tegut zu ziehen. Die Migros Zürich war 2013 bei Tegut eingestiegen und hat seither viel Geld verbrannt.
Die Einwände der Kartellwächter gegen die Übernahme der 40 Tegut-Filialen durch Rewe betreffen nach Informationen der «Lebensmittel Zeitung» die Standorte Marburg City, Marburg Ketzerbach und Schlüchtern. Dort würde die Übernahme nach den Ermittlungen des Amtes auf den jeweiligen regionalen Absatzmärkten zu hohen Marktanteilen der Rewe-Gruppe führen, hiess es. Rewe könne die Einwände des Kartellamts aber durch Zusagen ausräumen.
Bedenken gegen Edeka-Deal
Der Löwenanteil der Tegut-Filialen soll an Lebensmitteldetailhändler Edeka gehen, der rund 200 der insgesamt gut 300 Märkte von Tegut übernehmen will. Zusätzlich gehören ein Tegut-Logistikzentrum sowie die rund 40 Teo-Minimärkte zum Paket.
Allerdings hat auch hier das Kartellamt Ende Juli Bedenken erhoben: Bei 38 der Filialen wäre der Marktanteil von Edeka dort nach einem Kauf zu hoch, erklärten die Wettbewerbshüter.
Dagegen kann die Migros Zürich 36 Tegut-Filialen an die deutsche Smart-Store-Kette Tante Enso veräussern. Diesen Deal hat das Bundeskartellamt Mitte Juni genehmigt.

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