Melasse aus Zuckerrüben ist für die Hefeproduktion unerlässlich.
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Die Versorgung der deutschen Hefehersteller mit Zuckerrübenmelasse wird schwieriger. Für die Ernte 2026 wurden in Deutschland auf rund 338'700 Hektaren Zuckerrüben angebaut. Gegenüber 2024 entspricht dies einem Flächenrückgang von gut 20 Prozent. Für die Kampagne 2027/28 zeichnet sich laut dem Deutschen Verband der Hefeindustrie ein weiterer Rückgang ab. Als einen Grund nennt der Verband in einer Mitteilung die geplante Einführung einer Zuckersteuer, die sich bereits auf die Anbauplanung auswirke.
Zusätzlich beeinträchtigen Hitze und Trockenheit Menge und Qualität der Ernte, insbesondere in Süddeutschland und Frankreich. Gestresste Pflanzen seien zudem anfälliger für Schaderreger wie die Schilf-Glasflügelzikade.
Gefragter Rohstoff
Melasse ist für die Hefeproduktion unverzichtbar, wird aber auch von anderen Industriezweigen nachgefragt. Ein sinkendes Angebot verschärft deshalb den Wettbewerb um den Rohstoff. Gleichzeitig belasten hohe Energiekosten die energieintensive Hefeproduktion sowie die Herstellung weiterer Nährstoffe. Hinzu kommen steigende Lager- und Transportkosten für kühlpflichtige Backhefe.
Eine akute Einschränkung der Backhefeversorgung bestehe derzeit nicht. Der Verband fordert jedoch, die Rohstoffbasis nicht durch weitere politische Entscheidungen zu verknappen.